Sachsen | Zugang zu Säule II des Startup-Schutzschildes

Für die Umsetzung der Säule II des Startup-Schutzschildes hat der Freistaat Sachsen insgesamt 30 Mio. € für Corona Start-up Hilfsfonds bereitgestellt.

Diese werden entweder durch stille oder nachrangige Beteiligungen mit Wandeloption durch die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH wissensbasierten, technologieorientierten Startups zur Verfügung gestellt.

Die folgende Darstellung soll nur einen ersten Überblick über den Umsetzungsstatus der Säule II im Freistaat Sachsen bieten und basiert auf Informationen der Webseite der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH.

Zur Übersichtsseite

Wer wird gefördert?

Zielgruppe

 

Der Corona Start-up Hilfsfonds richtet sich an wissensbasierte, technolgieorientierte Startups sowie kleine und mittlere Unternehmen.

 

 

Förderungsvoraussetzungen

 

Gefördert werden Unternehmen, die…

  • als KMUs gelten und einen Gruppenumsatz von maximal 75 Mio. € pro Jahr haben
  • kein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ im Sinne des Art. 2 Nr. 18 der EU-Verordnung 651/2014 sind
  • ihren Sitz, ihre Hauptverwaltung oder den Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit in Sachsen haben oder die mindestens 50% ihrer Vollzeitbeschäftigten in Sachsen beschäftigen
  • durch die Coronakrise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind oder bei denen es absehbar ist, dass sie aufgrund der Coronakrise noch in Liquiditätsschwierigkeiten geraten werden
  • mindestens über einen funktionsfähigen Prototyp ihres Produkts verfügen
  • eine klare Zukunftsperspektive sowie ein überdurchschnittliches Potential zum Umsatz- und/oder Beschäftigungswachstum aufweisen
  • einen Nachhaltigkeitsansatz aufweisen können (insb. durch: umweltgerechtes Produktdesign/Dienstleistungsangebot; nachhaltige, zukunftsfähige, klimafreundliche, innovative Technologien; Nachwuchsförderung; Vereinbarkeit von Beruf und Familie; Chancengleichheit)

 

Es wird zudem vorausgesetzt, dass die Gründerin bzw. der Gründer oder auch weitere Gesellschafter einen Eigenbeitrag in Höhe von 10% leisten. Wurden bereits Eigenmittel seit dem 27.03.2020 in das Unternehmen eingebracht, so kann dies angerechnet werden.

Wie wird gefördert?

Als Fördermittel sieht die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen stille Beteiligungen und nachrangige Beteiligungen mit Wandeloption vor.

 

  • mit einer Festvergütung von 7% p.a.
  • mit einer Gewinnvergütung von 1% p.a. entsprechend der Beteiligungssumme
  • mit einer Laufzeit von in der Regel 2-3 Jahren, jedoch maximal 10 Jahren
  • einmalige Bearbeitungsgebühr von 1% des Beteiligungsbetrags (im Fall der Bewilligung des Antrags)

 

Ggf. sind auch direkte Beteiligungen in Ergänzung hierzu möglich.

Was wird gefördert?

Aus den Informationen auf der Webseite der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen geht nicht hervor, zu welchen Zwecken die Verwendung der Mittel gestattet ist und zu welchen nicht.

Wie wird der Antrag gestellt?

Das Antragsformular ist online auf der Webseite der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen abrufbar. Die Antragsstellung ist bis zum 30.11.2020 möglich.

 

Über die Bewilligung des Antrags entscheidet ein Entscheidungsgremium innerhalb von in der Regel einer Woche. Die anschließende Wartezeit auf die Auszahlung beträgt ebenfalls eine Woche.