Wie Startups mit der Corona-Krise umgehen

Der Corona-Virus führt dazu, dass die Welt stillsteht. Freizeit, Sport, gesellschaftliche Ereignisse fallen aus, während die Zahl der Infektionen steigt und mehr Opfer zu beklagen sind. Auch die Wirtschaft wird hart getroffen. Wir haben Gründerinnen und Gründer gefragt, wie sie mit der Situation jetzt umgehen. Die Antworten findet ihr hier:

RatePay

 

Welche konkreten Maßnahmen habt Ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

 

Unser People & Organisation Team sowie Incident Management haben die Mitarbeiter vor allem umfänglich zum Virus, über die Ansteckungsgefahr und über zentrale Vorsichtsmaßnahmen aufgeklärt.

Zudem wurden bereits nahezu alle Mitarbeiter ins Mobile Office geschickt und die Teilnahme an externen Meetings, Workshops und Events wurde untersagt mit dem Ziel, die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten und das Geschäft aufrecht zu halten. Einige wenige Mitarbeiter werden derzeit noch mit den entsprechenden Arbeitsmitteln ausgestattet (Laptops, Handys etc.), damit zeitnah alle zu Hause arbeiten.

Eltern, die neben der Arbeit zusätzlich Ihre Kinder betreuen müssen, bieten wir vor allem flexibles Arbeiten an, um es ihnen in der derzeitigen Situation so einfach und praktikabel wie nur möglich zu gestalten.

Hier sehen wir uns als Unternehmen und als Team in der Pflicht uns gegenseitig zu stützen und Verständnis zu zeigen.

 

Welche Tools nutzt Ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt Ihr empfehlen?

 

Wir arbeiten erfolgreich mit Microsoft Teams, wodurch der Arbeitsalltag ganz normal weiterlaufen kann – nur eben virtuell.

Gruppenchats, Video Calls und Bildschirmübertragungen erhalten jedoch nicht nur die alltägliche Struktur, sondern kreieren eine Art „virtuelles Office“ und schaffen Nähe und Teamgeist trotz räumlicher Distanz.

Da wir alle nicht genau sagen können, wie lang dieser Zustand anhalten wird, ist das für uns von zentraler Bedeutung.

 

Wie schätzt Ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet Ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

Wie wahrscheinlich alle anderen Unternehmen, merken auch wir die Krise.

Jedoch zählen wir sicherlich nicht zu den am stärksten betroffenen Branchen und können daher derzeit trotz sehr genauem Monitoring nicht wirklich sagen, ob es dauerhaft Auswirkungen auf unseren Umsatz haben wird und wie sich dieser in Zahlen ausdrücken lässt.

Miriam Wohlfarth, Miriam Wohlfarth, Gründerin & Geschäftsführerin RatePay

Evertracker

 

Welche konkreten Maßnahmen habt ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

 

Wir arbeiten alle von zu Hause, reisen nur noch, wenn unbedingt notwendig und machen die meisten Termine über Web-Konferenzen. Wir arbeiten aber auch schon sehr lange von verschiedenen Orten, da wir sehr viel reisen und unsere Kunden überall in der Welt sitzen. Das einzige, was uns wirklich fehlt, sind die Events und persönliche Treffen. Das nervt und ist für uns äußerst wichtig.

 

Welche Tools nutzt ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt ihr empfehlen?

 

Wir nutzen Google Hangouts für virtuelle Meetings. Ansonsten nutzen wir Google Sheets und Docs sowie Confluence und Jira. Weil wir schon sehr lange von verschiedenen Orten arbeiten, haben wir auch hier bereits sehr effiziente Wege gefunden. Wichtig ist, dass man die Änderungen und Fortschritte bei den Projekten immer gut nachvollziehen kann. Da helfen solche Tools von Google oder Atlassian wirklich sehr. 

 

Wie schätzt ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

Ich glaube, gerade bei Kunden-Abschlüssen wird es zu deutlichen Verzögerungen kommen. Und dadurch, dass die gesamte Wirtschaftskraft sinkt, wird es gerade für neue Projekte und Innovationen weniger Kapital geben. Daher gehe ich davon aus, dass es Startups besonders schwer haben werden. 

Marc Schmitt, CEO & Co-Founder, Evertracker
Marc Schmitt, CEO & Co-Founder, Evertracker

Selfapy

 

Welche konkreten Maßnahmen habt ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

 

Wir sind seit letzter Woche bereits alle im Home Office. Zudem haben wir die Lage mit unseren Investoren besprochen und eine Risikoanalyse durchgeführt. Auch machen wir erstmal keine größeren Anschaffungen mehr, da unsicher ist, wie sich die Situation entwickelt.

 

 Welche Tools nutzt ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt ihr empfehlen?

 

Home Office ist für uns zumindest kein Problem. Wir nutzen hauptsächlich Google Hangouts, Slack und telefonieren viel. Von den Einschränkungen des Lockdown sind wir von unserer Arbeitsweise nicht allzu sehr betroffen. 

 

Wie schätzt ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) könnte sich verschieben evtl. damit einhergehend auch Krankenkassenverträge und andere Projekte. Daher gehen wir davon aus, dass es sein kann, dass die Situation einen negativen Einfluss auf unseren Umsatz haben kann. Auch die Ausgangslage für Exits & Fundraising ist wahrscheinlich dieses Jahr schlechter als vor Corona, davon sind wir jedoch nicht betroffen, da wir am Anfang des Jahres eine Finanzierung abgeschlossen haben. 

Nora Blum, Geschäftsführerin & CEO, Selfapy
Nora Blum, Geschäftsführerin & CEO, Selfapy

StackFuel

 

Welche konkreten Maßnahmen habt ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

 

Wir sind seit dem 16. März alle im Homeoffice. Das Büro bleibt aber vorerst offen und die Kollegen können frei entscheiden ob sie kommen oder nicht. Alle Vorort-Meetings, sowohl intern als auch extern, haben wir für die nächsten 14 Tage abgesagt und in den digitalen Raum verlegt.

 

Welche Tools nutzt ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt ihr empfehlen?

Für die interne Kommunikation nutzen wir, wie gehabt, Slack. Für Videokonferenzen nutzen wir Microsoft Teams, bei externen Terminen greifen wir auf Zoom zurück.

 

Wie schätzt ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

 Für Finanzierungsrunden sind die Aussichten in der kommenden Zeit meiner Meinung nach eher schlecht. Wir selbst suchen aktuell nicht aktiv Kapital, daher sind wir davon weniger betroffen. Da wir Online-Weiterbildungen anbieten sind wir, was den Umsatz angeht, positiv gestimmt. Wegen der Schieflage der Wirtschaft kann es durchaus sein, dass Budgets gestrichen werden. Andererseits suchen Unternehmen aktuell aber auch aktiv nach Möglichkeiten das Home Office sinnvoll zu nutzen. Wir sind hier im Austausch mit Bestandskunden, Vertriebspartnern und auch neuen potenziellen Kunden. Für uns könnte sich also sogar ein positiver Effekt ergeben. Ein klareres Bild erwarten wir aber erst Ende April.

Leo Marose - CEO & Co-Founder, StackFuel
Leo Marose - CEO & Co-Founder, StackFuel

TeleClinic

 

Welche konkreten Maßnahmen habt ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

 

Wir haben schnell auf die Ausbreitung des Virus reagiert: So ist unser Angebot nun bei Corona-Verdacht gänzlich kostenlos. Um sich nicht zu infizieren raten wir generell Jeder und Jedem davon ab, nicht die überfüllten Wartezimmer der Arztpraxen aufzusuchen und stattdessen digitale Angebote wie das von TeleClinic zu nutzen.

 

Welche Tools nutzt ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt ihr empfehlen?

Slack & Google Hangout – können wir beides empfehlen, inbesondere die Verlinkung beider Tools, so dass jeder direkt sieht, wenn der Kollege in einem Termin ist.  

 

Wie schätzt ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

Wir sind diese gegenüber letzter Woche mit 60% gewachsen und freuen uns einen Beitrag leisten zu dürfen, dass Patienten auch in der Krise gut versorgt werden. Wir haben uns dazu entschlossen TeleClinic bei Verdacht einer Corona Infektion komplett kostenfrei anzubieten – wir tragen die Kosten der Ärzte. Es ist in unseren Augen absolut notwendig, dass jeder – unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten – jetzt online zum Arzt gehen kann. Wir können die Kosten aber nicht mehr lange tragen und hoffen, dass von Seiten des Bundesgesundheitsministeriums hier bald Hilfe kommt, indem die regulatorischen Hürden reduziert werden. Gleichzeitig suchen wir gerade neue Investoren, die uns in dieser herausfordernden Wachstumsphase begleiten. 

innosabi

 

Welche konkreten Maßnahmen habt ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

 

Bei uns ist jetzt auch Homeoffice der neue Standard. Ins Büro darf man nur noch in Ausnahmefällen mit Erlaubnis und unter Einhaltung von bestimmten Regeln (bspw. nur eine Person pro Raum, Anfahrt ohne öffentliche Verkehrsmittel, keine Besucher).
Da wir außerdem jetzt schon unsere super Kaffeemaschine vermissen, haben wir mithilfe unseres Online-Tools Unify eine virtuelle Kaffeemaschine eingerichtet. Dabei gilt: Man loggt sich per Video ein und bleibt nur so lange, wie man zum Trinken eines Kaffees braucht. Dort fragen wir uns, wie es uns geht, woran wir gerade arbeiten, wo jemand Hilfe braucht – eben jener wichtiger “Small Talk”, der sonst an der Kaffeemaschine passiert.

 

Welche Tools nutzt ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt ihr empfehlen?

Wir arbeiten bereits seit einigen Jahren im Unternehmen mit Circuit von unify. Die App ermöglicht unserem Team eine effektive Kommunikation. Circuit bietet Telefonie, Video, Screensharing und Datenfreigabe. Mehr Informationen dazu, wie wir das Tool genau nutzen, gibt es hier.

 

Wie schätzt ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

Wir sind uns unserer Verantwortung in der aktuellen Lage bewusst und stellen deswegen Unternehmen unsere Software kostenlos zur Verfügung. Für mindestens die nächsten drei Monate können Unternehmen unsere Software nutzen, um einen digitalen Raum für Kollaboration, Workshops und Innovationsmanagement zu schaffen.

Für die Startup-Szene sehe ich die Gefahr, dass durch fehlende Fundings und Liquiditätsverlust viele Startups und auch andere Unternehmen in Existenznot geraten werden. Unternehmen, die kein nachhaltiges Geschäftsmodell haben, werden nur schwer überleben können. Jedoch wird die Krise in meinen Augen auch dazu führen, dass neue Innovationen entstehen. Ganz konkret kann man sehen, dass mobiles Bezahlen gerade extrem wächst, da Bargeld deutlich unbeliebter wird.

Catharina van Delden, Co-Founder & CEO, innosabi
Catharina van Delden, Co-Founder & CEO, innosabi

Lengoo

 

Welche konkreten Maßnahmen habt ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

 

Unser Team arbeitet komplett aus dem Homeoffice. Als digitales Unternehmen war die hierfür erforderliche Infrastruktur und Technologie schon zuvor Teil unseres Arbeitsalltages und wurde bereits von allen Mitarbeitenden regelmäßig genutzt. Wir haben zudem unseren Kunden aus der Tourismus- und Reisebranche eine sechsmonatige Zahlungspause gewährt und für unsere freischaffenden Linguisten kürzere Zahlungsläufe eingerichtet, da sowohl Unternehmen in der Tourismus- und Reisebranche sowie Solo-Selbstständige von den Auswirkungen von Covid-19 besonders stark betroffen sind.

Außerdem möchten wir uns zusätzlich engagieren und arbeiten derzeit an Lösungen, um den nicht-deutschsprachigen Mitgliedern unserer Gesellschaft einen direkten Zugang zu wichtigen lokalen Informationen zur aktuellen Lage zu ermöglichen. So veröffentlichen wir auf unserem Blog einen englischsprachigen Newsticker für relevante News zum Thema in Deutschland. So können wir gewährleisten, dass mehr Menschen in unserer Gesellschaft Zugang zu diesen sehr wichtigen Informationen haben.

 

Welche Tools nutzt ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt ihr empfehlen?

Alle Abstimmungen untereinander finden in virtuellen Meetings durch Telefon- oder Videokonferenzen statt und wir planen unsere tägliche Arbeit in Projektmanagement-Tools. Die relevantesten Tools, die wir für unsere Remote-Zusammenarbeit nutzen sind: Slack, Google Hangout, Jira und Personio.

 

Wie schätzt ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

Ehrlicherweise glauben wir, dass es natürlich auch negative Folgen für uns geben wird. Vor allem weil sich unsere Kunden jetzt erstmal orientieren müssen (Homeoffice etc.) und es auch im Sales kurzfristig schwerer sein wird, jemanden zu erreichen. Aber wir sehen uns in einer sehr glücklichen Position, da wir zum einen gerade eine Finanzierungsrunde abgeschlossen haben und zum anderen in einem etablierten Markt unterwegs sind (Übersetzungen braucht man immer, unsere Lösung ist bereits bekannt und wir sind nicht von Forschungsbudgets unserer Kunden abhängig). Zudem glaube ich, werden wir mit unserer kostensparenden Lösung schon bald eine noch stärkere Nachfrage haben als zuvor – sobald wieder etwas Normalität eingekehrt ist und die Firmen sparen müssen, um die finalen Auswirkungen von Corona zu mitigieren.

Allgemeine Auswirkungen sind schwer zu formulieren. Ich denke, das hängt komplett davon ab, in welcher Industrie man unterwegs ist. Fundraising wird aber mit Sicherheit sehr schwer werden – zumindest in den nächsten sechs Monaten. Hier werden also viele Startups auf Sparkurs gehen müssen. Einstellungen von neuen Mitarbeitern werden auch weniger werden. Aber allgemein denke ich doch, dass das für die gesamte Digitalwirtschaft auch ein guter Push sein kann. Wir merken jetzt noch viel deutlicher, wo es hakt und daraus müssen wir lernen!

Christopher Kränzler, Co-Founder & CEO, Lengoo
Christopher Kränzler, Co-Founder & CEO, Lengoo (Foto: Manu Becerra )

envelio

 

Welche konkreten Maßnahmen habt ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

Seit dem 16.3. sind wir nun alle erst einmal im Home Office. Sollte jemand ins Büro kommen müssen, muss er sich entsprechend am Empfang anmelden, damit wir genau wissen, wer wann im Büro war. Alle Geschäftsreisen sind abgesagt, persönliche Gespräche werden verschoben oder als Video-Call durchgeführt. Interne Meetings werden per Skype oder Slack-Call abgehalten.

 

Welche Tools nutzt ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt ihr empfehlen?

Wir nutzen Slack und Skype zur Kommunikation, Synology CloudStation als Cloud Storage und können über VPN von außen auf unser Firmennetzwerk zugreifen. Home Office wird bei uns ohnehin häufiger genutzt, daher war die Umstellung hier für uns nicht so groß.

 

Wie schätzt ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

Unsere letzte Finanzierungsrunde haben wir zum Glück im November abgeschlossen. Ich schätze, dass in Sachen Finanzierung in den nächsten Monaten schwieriger und langsamer in der Abwicklung wird. Umsatzseitig haben wir bisher keine Einbußen allerdings zeichnet sich schon ab, dass sich die Neukundenakquise verlangsamt. Einige Kundentermine und insbesondere wichtige Branchenevents wurden bereits abgesagt oder verschoben. 

Simon Koopmann, Founder and CEO, envelio
Simon Koopmann, Founder and CEO, envelio

Geospin

 

Welche konkreten Maßnahmen habt ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

 

Mitarbeiter sollen bei uns ihren Laptop immer mit nach Hause nehmen und (zunächst) bis zum 29.3. gibt es freiwilliges Arbeiten von Zuhause für alle. Termine (intern wie extern) werden mit Videokonferenz-Links versehen (Hangouts/Meets oder Zoom). Termine mit Partnern und Kunden werden nur freiwillig eingehalten bzw. können virtuell abgehalten oder verschoben werden. Wer in den letzten Tagen/Wochen in einem RKI-Risikogebiet war, muss mit seinem Vorgesetzten über geeignete Maßnahmen sprechen.

 

 

Welche Tools nutzt ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt ihr empfehlen?

Intern werden die folgenden Tools eingesetzt: Google Hangouts/Meets, Zoom und selten auch Microsoft Teams. Die beste Erfahrung – insbesondere bei der aktuellen Lage – haben wir mit Zoom gemacht.

 

Wie schätzt ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

Eine direkte Auswirkung auf unser Unternehmen durch Covid-19 ist, dass nahezu alle Termine mit Kunden und Partnern verschoben, auf virtuelle Meetings umgestellt oder abgesagt wurden. Ob und welche wirtschaftlichen Auswirkungen die Pandemie auf unser Unternehmens haben wird, können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Generell können wir jedoch auch von zu Hause und virtuell unserer Arbeit nachkommen.

Dr. Sebastian Wagner, CEO, Geospin
Dr. Sebastian Wagner, CEO, Geospin

FinTech

Dieses FinTech hat uns gebeten, dass es die Antworten anonym abgeben kann.

Welche konkreten Maßnahmen habt ihr in Bezug auf Covid-19 getroffen?

 

Wir sind den Anweisungen der Behörden stets gefolgt bzw. hatten sie bereits antizipiert. Wir haben unsere Offices voneinander getrennt und Reiseaktivitäten eingestellt. Wer remote von zuhause arbeiten kann, arbeitet von zuhause. Wir informieren unsere Mitarbeiter proaktiv und regelmäßig und sorgen für größtmögliche Transparenz.

 

 

Welche Tools nutzt ihr, um virtuell zusammenzuarbeiten – und was könnt ihr empfehlen?

Wir nutzen zur Team Kollaboration das Tool GSuite, als Chat Slack, für Video-Konferenzen Google Hangout und Zoom und für Projektmanagement JIRA.

 

Wie schätzt ihr die wirtschaftlichen Auswirkungen auf euer Startup ein (Umsatz, Finanzierungsrunden etc.) und welche Folgen erwartet ihr für die Startup-Szene insgesamt?

 

Das ist schwer zu sagen, aber wir haben zwei Beobachtungen gemachten:
1) Die Investment-Aktivitäten können sich nicht von den Verwerfungen an den Kapitalmärkten loslösen. Assets werden gerade re-priced, und so werden auch VC-Investments einem neuen Pricing unterliegen. Und so werden generell zukünftige Investment-Runden innerhalb eines neuen Bewertungsgefüge stattfinden.
2) Auswirkungen auf VC-Investments sind vom Business Model abhängig: Einige Geschäftsmodelle werden aktuell interessanter (Remote Working Tools, Video-Konferenzen, Digital Health, E-Learning), während sich andere neu erfinden müssen (Travel, Hotels, Mobility).