Video-on-Demand Umsatz kratzt an der Milliardengrenze

Spielfilme, Serien und Dokumentationen genau dann schauen, wenn Zeit dazu ist und nicht dann, wenn es die Fernsehzeitung vorschreibt. Video-Streaming Dienste werden in Deutschland immer beliebter. Laut einer Bitkom-Umfrage schauen gut drei Viertel der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren Filme, TV-Sendungen oder andere Videos online.

Nicht nur die Beliebtheit solcher Dienste steigt, auch das Geschäft mit Video-on-Demand boomt. Der Umsatz mit Video-On-Demand-Angeboten im Internet (VoD) steigt in Deutschland im Jahr 2017 voraussichtlich um 18 Prozent auf 945 Millionen Euro. Im Jahr 2016 lag das Marktvolumen hingegen noch bei 800 Millionen Euro. Damit wächst der Umsatz mit Serien, Filmen und kurzen Video-Clips im Internet im siebten Jahr in Folge. Das teilte der Digitalverband Bitkom auf Grundlage von Zahlen des Marktforschungsinstituts IHS Markit mit.

Abo-Modelle haben die Nase vorn

Erlöse erzielen können Streaming-Anbieter dabei auf unterschiedliche Wegen: Die Möglichkeiten reichen von Abonnements bis zu werbefinanzierten Angeboten. Den höchsten Umsatz erzielen im Jahr 2017 kostenpflichtige Video-Angebote mit einem Umsatzvolumen in Höhe von 511 Millionen Euro. Je nach Geschäftsmodell bieten Video-Portale unbegrenzten Zugang zu Filmen und Serien gegen eine monatliche Grundgebühr, den Verkauf oder der Verleih einzelner Videos oder eine Kombination aus beidem. Beispiele dafür sind Amazon Video, Apple iTunes, Google Play, Maxdome, Netflix, oder Sky Online.

Den Prognosen zufolge werden hierbei die Abo-Modelle immer beliebter. Sie erzielen mit voraussichtlich 275 Millionen Euro erstmals einen höheren Umsatz als die Angebote, bei denen einzelne Videos angerufen werden können (236 Millionen Euro).

Wer Video-on-Demand kostenlos nutzen will, muss sich auf Werbung einstellen. Solche werbefinanzierten Angebote erzielen den Prognosen zufolge im laufenden Jahr 434 Millionen Euro. Anbieter in diesem Bereich sind Video-Portale, Soziale Netzwerke, Online-Portale oder auch die Webseiten der privaten Fernsehsender.

Bitkom New TV SummitNew TV Summit in Berlin – Gründer und Etablierte diskutieren die Zukunft des Fernsehens

Das Fernsehen verändert sich nicht nur durch Video-on-Demand Angebote. Auch Virtual Reality, 360 Grad Videos oder Live Video Formate sind Technologien, die ganz neue Inhalte entstehen lassen.Über die Zukunft des Fernsehens und des Bewegtbilds im Internet geht es auch am 26. Januar 2017 auf dem NewTV Summit des Bitkom in Berlin: Dort erläutern nationale und internationale Marktteilnehmer ihre Strategien rund um Live-Streaming, Mobile Video, Virtual Reality und E-Sports und stellen neue Möglichkeiten vor, wie man mit digitalem Bewegtbild Geld verdienen kann. Neben etablierten Playern der Branche sitzen auf den Panels auch Gründer wie Sara Lisa Vogl, Gründerin VR Nerds oder Frank Wernecke, Gründer und CEO DroneMasters GmbH.  Alle Informationen zum Summit, dem Programm und den Speakern findet ihr unter: www.newtv-summit.de.

 Übrigens: Startups, die beim New TV Summit dabei sein wollen, erhalten 50 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis. Gebt dazu bei der Bestellung einfach folgenden Code an: NewTV17_Startup

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