Nach Trump: Startups zieht es nicht mehr in die USA

„Trump-Effekt“ in der deutschen Gründerszene? Ein Startup in den USA zu gründen ist momentan nur für die wenigsten deutschen Gründer ein Traum. Gerade einmal 15 Prozent würden inin die Vereinigten Staaten gehen, wenn sie den Standort ihres Startups noch einmal wählen könnten. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 32 Prozent noch mehr als doppelt so hoch.

Gleichzeitig der Startup-Standort Deutschland an Attraktivität kräftig zugelegt. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Gründer würden erneut hierzulande gründen, vor einem Jahr waren es nur 44 Prozent. Andere Länder spielen als Wunsch-Standort für das eigene Startup keine Rolle, nach Großbritannien zieht es gerade einmal 2 Prozent, ebenso viele nach Israel.

Trump-Effekt in der Gründerszene?

Das ist das Ergebnis einer der Bitkom Startup-Studie 2017 unter mehr als 250 Startup-Gründern. Und es legt die Vermutung nahe, dass sich auch in der deutschen Gründerszene der „Trump-Effekt“ eingestellt hat.

Die USA haben für Startups massiv an Anziehungskraft verloren, obwohl die Bedingungen wie Finanzierungsmöglichkeiten, Netzwerke und Absatzmarkt weiterhin sehr gut sind. Gleichzeitig zeigt sich auch, dass in Deutschland eine Menge passiert ist. Nach einigen Jahren, in denen auf politischer Ebene vor allem viele Stellungnahmen und Agenden formuliert wurden, wird auch endlich gehandelt. Und das zur sorgt bei den Gründern für Zufriedenheit.

Die Startups, die es in ein anderes Land zieht, sehen dort vor allem Vorteile in günstigeren Finanzierungsbedingungen (70 Prozent) und weniger Regulierung (62 Prozent). Auch der bessere Austausch mit anderen Startups (48 Prozent), der bessere Zugang zu Personal (29 Prozent) und die Nähe zu potenziellen Kunden (24 Prozent) werden häufig genannt. Persönliche Gründe spielen mit 12 Prozent dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Deutschland ist für die meisten Gründer ein attraktiver Standort. Dennoch sollte die Politik gerade bei den Themen Finanzierung, Regulierung und Fachkräfte die Möglichkeit nutzen, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Denn schließlich soll Deutschland international zum Gründermagneten werden, auch ohne Trump-Effekt.

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