Das sind die Top-Trends auf der CES 2017  

Heute startet in Las Vegas die 50. internationale Messe für Unterhaltungselektronik CES. Mit mehr als 3.800 Austellern und rund 175.000 Besuchern zählt die CES weltweit zu den wichtigsten Messen für Consumer Electronics. Zum Start der Messe gibt es vom Bitkom einen Überblick über die zentralen Trends der CES 2017.

Auch in diesem Jahr ist die Vernetzung von Geräten und Gegenständen per Internet ist das übergeordnete Thema der CES. So präsentieren die Aussteller auf der Messe beispielsweise Anwendungsmöglichkeiten der neuen Mobilfunkgeneration 5G, die Datenübertragung in Echtzeit zulässt. Die Funktechnik gilt als Schlüssel für zukünftige Technologien, etwa autonom gesteuerte und vernetzte Fahrzeuge.

Mobilität 4.0 – Die Zukunft fährt autonom

 Die vernetzte Mobilität ist auch 2017 eines der Top-Themen: Die sogenannte Mobilität 4.0 bestimmt die Innovationen vieler Automobilhersteller und Startups. Auf der CES 2017 werden dazu Technologien, Studien und Konzepte präsentiert. Dabei wird deutlich: Die Zukunft der Mobilität wird von autonomen und vernetzten Fahrzeugen geprägt.

Unter anderem werden auf der CES Fahrzeug-Innenraum-Konzepte vorgestellt, die ein neues Fahrerlebnis für Passagiere erschaffen. Zukünftig sollen Fahrgäste die Reisezeit in einer Unterhaltungs-, Shopping und Entspannungswelt verbringen können. Die Vernetzung mit dem Smartphone steht dabei im Mittelpunkt vieler Bedienkonzepte.

Auch viele Startups arbeiten daran, dass das Autofahren smarter wird. Das Münchner Startup TankTaler hat beispielsweise einen Stecker entwickelt, mit dem sich jedes Auto zum Connected Car umfunktionieren lässt. Sobald der Stecker im Auto eingesteckt wird, erhält  man über die TankTaler-App Informationen zum Zustand des Autos (z.B. Ladezustand der Batterie) oder auch zur Parkposition.

Digitale Sprachassistenten – Der Anbruch der Post-Smartphone-Ära?

2016 wurden mit Amazon Echo und Google Home erstmals eigenständige digitale Sprachassistenten vorgestellt. Mehrere Hersteller haben angekündigt, auf der CES 2017 nachzulegen. Wie bei den Sprachassistenten im Smartphone bekannt, nehmen die Geräte die Anweisungen über eingebaute Mikrofone auf, wenn man zuvor das entsprechende Aktivierungswort nennt. Der Assistent antwortet per Computerstimme auf die Fragen und Befehle des Nutzers.

Die neuen Sprachassistenten verfügen über einen großen Funktionsumfang und lassen sich mit Smart-Home-Anwendungen vernetzen. Somit lassen sich etwa Geräte im Haushalt wie Lampe, Musikanlage, Fernseher oder Heizung per Sprachbefehl steuern. Ähnlich wie beim Smartphone, kann man mit einem digitalen Sprachassistenten auch eine Suchmaschine im Internet bedienen, E-Mails diktieren oder Anrufe tätigen.

Virtual Reality ist gekommen, um zu bleiben

 Virtual Reality (VR) ist keine entfernte Zukunftsvision mehr. Im vergangenen Jahr kamen viele neue Geräte auf den Markt, mit denen Verbraucher virtuelle Realitäten erleben können. Auf der CES 2017 werden branchenübergreifend neue Virtual-Reality-Produkte und Konzepte präsentiert.

Ursprünglich wurden die Brillen für die Gaming-Branche entwickelt. Mittlerweile gibt es zahlreiche kommerzielle Anwendungsmöglichkeiten. So können Architekten und Städteplaner mit der Lösung vom Startup AllVR aus Berlin begehbare Entwürfe erstellen. 360°-Business-Präsentationen bietet das Startup present4D aus Düsseldorf an. Solche Präsentationen lassen sich z.B. zur Baudokumentation, für Museen oder  auch im Infotainment-Bereich nutzen.

Wer fit werden oder bleiben will, kann inzwischen auch Virtual Reality nutzen. Zwei Beispiele dafür konnte man auf der hub conference 2016 entdecken: ICAROS und Holodia. Beide Startups verbinden Fitness-Geräte mit VR-Lösungen. Holodia hat mit HOLOFIT eine VR-Plattform für Fitnessgeräte entwickelt. So wird aus der Einheit auf dem Rudergerätein VR-Erlebnis in den Tropen und die halbe Stunde auf dem Stepper wird zur Expedition durch die der Arktis.  Icaros hingegen hat ein neues Sportgerät entwickelt, das seine Nutzer Fliegen lässt. Sobald man die VR-Brille aufgesetzt hat, fliegt man über virtuelle Welten. Gesteuert wird mit der eigenen Muskelkraft.

Das Internet der Dinge wird immer größer

Der Begriff „Internet der Dinge“ bezeichnet die intelligente Vernetzung von Gegenständen, die per Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben für ihren Besitzer erledigen. Dazu gehören zum Beispiel Smart-TVs, die Video-on-Demand-Angebote aus dem Internet ermöglichen. Neben der Unterhaltungselektronik stehen weitere Segmente im Zeichen der Vernetzung. Ein Beispiel hierfür ist das Smart Home. So senden etwa Haushaltsgeräte Wartungsinformationen an das Smartphone und mit dem Tablet Computer lässt sich die Heizung steuern. Eine Lösung für das smarte Energiemanagement im Eigenheim bietet Rockethome. Über die Rockethome-App lässt sich unter anderem die eigene Photovoltaik-Anlage steuern.

Für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden sorgen unter anderem Startups wie Bird Home Automation und Buddyguard. Bird Home Automation hat mit dem Doorbird eine IP Video Türsprechanlage entwickelt. Dadurch wissen die Bewohner immer und überall, wer gerade an der Haustür klingelt. Über das Smartphone kann man mit dem Besucher vor der Tür sprechen und ihm gegebenenfalls die Tür öffnen.

FLARE heißt die intelligente Home Security Kamera von Buddyguard. Die Gründer aus Berlin haben eine Kamera entwickelt, die mittels künstlicher Intelligenz Gesichter und gefährliche Geräusche erkennt und diese im Notfall an den gewünschten Sicherheitsdienst meldet.  Mehrere große Aussteller verkündeten im Vorfeld der CES 2017 Partnerschaften mit Startups. Messebesucher dürfen sich daher auf innovative und manchmal auch kuriose Geräte freuen. Zum Beispiel einen Scanner für das Badezimmer, der Hautprobleme entdeckt. Oder Bluetooth-Lautsprecher, die über einem Magnetfeld in der Luft schweben und kabellos Musik abspielen.

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