SXSW – Rückblick von qLearning

von Frederik Hagenauer

11 Uhr morgens im Facebook Office in Austin, 10. Stock. Es wurde zum Brunch geladen. Die Gäste sind hauptsächlich Unternehmer aus dem App Space. Es werden einige Partnerschaftsprogramme vorgestellt, um möglichst viele Entwickler davon zu überzeugen, Facebook zu integrieren und die entsprechenden Tools zu nutzen. Davor muss jeder ein NDA unterzeichnen, es könnte ja etwas Wichtiges verraten werden. „Keep shipping“ steht in Großbuchstaben an den Wänden. Serviert werden neben Wachteleiern auch Bloody Marys. Mit Bacon.

An dieser Stelle wird deutlich, wie die SXSW einmal jährlich die 2 Millionen Einwohner Stadt Austin verändert. Das größte Musik, Film und Tech Crossover Festival der Welt zieht jährlich fast hunderttausend offizielle Besucher nacsxsw-logoh Texas. Dazu kommen noch eine unbekannte Anzahl Besucher, die ohne Tickets anreisen – einfach nur um Teil der Atmosphäre zu sein oder an einer der unzähligen inoffiziellen Satellite-Events teilzunehmen.

Texanisches BBQ, Hipster mit Klischee-Schnurrbärten, Austin-typische Food-Trucks mit – vor allem – mexikanischem Essen. Dazu Tech und Creative Experts aus der ganzen Welt, Musiker, Filmemacher und vereinzelte Promis aus allen Bereichen. Mehr Diversität geht eigentlich gar nicht.

Auch das Deutsche Startup Ökosystem ist vertreten. Berlin Partner schickt 10 lokale Firmen in die USA, um die deutsche Startup Hauptstadt und das Heimatland zu vertreteStartupSpotlightInStartupVillagen, zu netzwerken und neue, gewinnbringende Kontakte zu knüpfen. Extra angemietet wurde dafür das German Haus, ein Vorstadthaus, das sich in der gleichen Straße befindet, in der auch Industriegrößen wie Bit.ly oder Zendesk vergleichbare Gebäude temporär nutzen. Das German Haus dient als „Base Camp“, wo diverse Events stattfinden, bei denen amerikanische und internationale Gäste die deutschen Startups persönlich kennenlernen können.

Was man letzten Endes daraus macht, ist natürlich jedem selbst überlassen und eine „Gewinnformel“ ist schwer zu finden. Wie so oft geht es bei der SXSW vor allem um „the right time & place“ und Mitte März ist mit Austin definitiv der richtige Ort gefunden. Es gibt dort immer eine gute Chance, dem potentiell richtigen VC, Kunden oder Partner über den Weg zu laufen; ob bei einer Diskussionsrunde über die Zukunft des App Designs im Marriott, bei einem Vortrag über Virtual Reality im Austin Convention Center oder an der Bar.

Die beste Zusammenfassung kommt wohl von einem Mittzwanzig-jährigen Austinite am Taco Stand auf der 6th Street: “This is Austin during Southby. You‘ve got your hicks, you’ve got your tech millionaires and you’ve got guys that are broke, down to the last dollar. But you can never tell which one is which.“

Bis nächstes Jahr, Austin.

Fred in front of German Haus @SXSWFrederik Hagenauer ist Gründer von qLearning, ein Berliner Startup, das eine Lern-App für Studenten anbietet.

Einst selbst noch Studenten, entwickelten die Gründer von qLearning eine Smartphone App, um Multiple Choice Fragen zur Klausurvorbereitung erstellen und direkt mit Kommilitonen teilen zu können. Heute haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, das mobile, spielerische Lernen an Universitäten in ganz Europa zu etablieren und setzen bei der Erstellung der Inhalte auf Partnerschaften mit den besten Studenten eines jeden Jahrgangs sowie den Universitäten und Professoren.

Die Finanzierung des Konzepts erfolgt durch die Zusammenarbeit mit renommierten Unternehmenspartnern, die die App nutzen, um sich als interessante Arbeitgeber zu präsentieren oder spezifische Events, Praktika und Einstiegspositionen zu bewerben.

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