Startups gehören in den Mittelpunkt der Digitalen Agenda

Die Unterstützung von Startups muss ins Zentrum der „Digitalen Agenda“ der Bundesregierung gerückt werden, wenn Deutschland das Ziel, IT-Wachstumsland Nr. 1 in Europa zu werden, ernst nimmt. Darauf hat der BITKOM hingewiesen. Sie seien für die Entwicklung einer Digitalen Wirtschaft neben Industrie 4.0 eine von zwei entscheidenden Säulen.  „Wir müssen die Gründung entbürokratisieren und deutlich mehr Venture Capital mobilisieren – ganz besonders für die Wachstums- und Internationalisierungsphase von Startups“, fordert BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Konkret könne dies durch steuerliche Entlastungen geschehen. Sol sollten institutionelle Anleger die Möglichkeit erhalten, Verluste aus Startup-Beteiligungen steuerlich zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollten Öffnungsklauseln eingeführt werden, damit es regulierten Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds auch hierzulande erlaubt wird, einen Teil ihres Kapitalvolumens in Venture Capital zu investieren.

Grundsätzlich begrüßt und unterstützt der BITKOM die Pläne für eine „Digitale Agenda“. Sie behandle eine Vielzahl von Themen, „die für die BITKOM-Branche, aber auch für unsere gesamte Wirtschaft und Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind“. Die Agenda solle ein Masterplan für Deutschlands Weg in die digitale Welt werden. In einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des Verbands hatten sich 78 Prozent der Unternehmen aus der IT- und Telekommunikationsbranche für eine Digitale Agenda auf Bundesebene ausgesprochen. Gerade einmal 7 Prozent halten eine solche Strategie für verzichtbar.

Die Digitale Agenda wurde von Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Die Regierung will die Agenda am 20. August im Kabinett beraten und beschließen.

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