Startups brauchen im Schnitt 2,5 Millionen Euro

Entschuldigung, haste mal 2,5 Millionen Euro? So viel Geld brauchen Startups in Deutschland im Durchschnitt in den kommenden zwei Jahren an frischem Kapital. Dabei benötigen Gründer aus Berlin mit durchschnittlich 3,3 Millionen Euro deutlich mehr Geld als ihre Kollegen aus München, die mit 1,4 Millionen Euro auskommen. Startups aus Hamburg (2,9 Millionen Euro) und Nordrhein-Westfalen (2,2 Millionen Euro) liegen dazwischen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands BITKOM, an der sich bundesweit mehr als 200 Gründer beteiligt haben.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Nur rund jeder fünfte Gründer geht davon aus, dass er in diesem Zeitraum keinen weiteren Finanzierungsbedarf hat, zwei Drittel wissen dagegen bereits sehr genau, wie viel Geld sie benötigen. Mehr als die Hälfte von ihnen (54 Prozent) möchte mehr als 1 Million Euro einsammeln, jedes fünfte Startup (22 Prozent) mindestens 3 Millionen Euro und 5 Prozent brauchen sogar mehr als 10 Millionen Euro. „Die Wachstumsfinanzierung bleibt die größte Herausforderung für Startups in Deutschland“, kommentierte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder das Umfrageergebnis. „Gerade bei Beträgen über einer Million Euro haben es deutsche Gründer immer noch sehr schwer an Geld zu kommen.“

Erfreulich ist, dass die große Mehrheit der Gründer (73 Prozent) davon ausgeht, dass sie das benötigte Geld auch einsammeln werden. Allerdings haben es die Gründer in den Startup-Hochburgen Berlin, Hamburg und München deutlich leichter als ihre Kollegen außerhalb dieser Ballungsräume. So sind nur rund die Hälfte der Gründer in Baden-Württemberg (58 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (53 Prozent) zuversichtlich, diesen Finanzierungsbedarf auch zu decken.

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