Startups blicken Richtung Börse

Schon wieder steht ein Startup-Börsengang in Deutschland bevor: Windeln.de will bereits am Mittwoch den Gang aufs Börsenparkett wagen – und damit zwei Tage früher als ursprünglich geplant. Offenbar gibt es großes Interesse an den Aktien. Das Startup, das sich, wie der Name vermuten lässt, auf Produkte für Babys und Kleinkinder spezialisiert hat, will auf diese Weise 200 Millionen Euro einsammeln. Das ist wichtig für das weitere Wachstum, zugleich ist es aber auch ein Signal an die Startup-Szene hierzulande: Ein Börsengang ist möglich.

Das sieht nach einer aktuellen BITKOM-Umfrage auch jeder vierte Startup-Gründer so. 28 Prozent halten in Zukunft einen Börsengang für denkbar, jeder Zweite (49 Prozent) will ihn auf jeden Fall nicht ausschließen.

Daran, dass ein Börsengang für viele Startups wieder eine Option ist, haben sicher auch erfolgreiche Beispiele wie Rocket Internet und Zalando ihren Anteil. Die Startup-Schmiede und der Online-Händler sind im Herbst vergangenen Jahres an die Börse gegangen. Und zwar mit Erfolg, sowohl für die Unternehmen, die Mittel für Wachstum und internationale Expansion einsammeln konnten, als auch für viele Anleger. Denn nach einem verhaltenen Start und begleitet von vielen Unkenrufen haben die Papiere zwar eine Berg- und Talfahrt hingelegt – heute liegen die Papiere von Rocket Internet aber rund 20 Prozent über der Erstnotierung und auch die Zalando-Aktie notiert über dem ersten Kurs.

Möglicherweise bewahrheitet sich irgendwann auch eine andere BITKOM-Umfrage: Im vergangenen Herbst sagte mehr als jeder fünfte Bundesbürger (22 Prozent), dass in absehbarer Zeit einige deutsche Startups international ebenso erfolgreich sein werden wie Internet-Riesen wie Google oder Facebook.

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