Mit Ultraschall das Gehirn in Echtzeit überwachen – Trefft Sonovum auf der CeBIT

Digitale Patientenakte, Telemedizin und neue Diagnoseverfahren  – die Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen maßgeblich. Wie das konkret aussieht, könnt ihr an unserem Stand auf der CeBIT entdecken. Dort präsentieren gleich drei Health Start-ups ihre Geschäftsmodelle. Eins davon ist Sonovum aus Leipzig. Wir wollten deshalb wissen, was Sonovum genau macht und auf was das Start-up uns auf der CeBIT präsentiert.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind ein auf Ultraschall spezialisiertes Leipziger Medizintechnik-Unternehmen. Wir haben in den letzten fünf Jahren seit unserer Gründung eine Technologie zur Hirngewebsüberwachung entwickelt, die Akustocerebrografie, kurz: ACG. Damit verändern sich Diagnose, Beobachtung und Vorsorge für eine ganze Reihe von Indikationen radikal, sowohl behandlungs- als auch kostenseitig. Mit dem ersten Produkt auf Basis dieser ACG-Technologie begeben wir uns dieses Jahr in den Markt.

Was macht euch einzigartig?

Sonovum Messgerät

Mit der ACG-Technologie können Hirngewebsüberwachungen in Echtzeit vorgenommen werden.

Einzigartig an unserer ACG-Lösung ist zum einen, dass sie nicht-invasiv arbeitet. Das hebt sie gegenüber vielen heutigen sogenannten Gold-Standard-Methoden schon mal ab – man denke hier an Röntgenstrahlen oder Kontrastmittel im CT, an die Punktion zur Entnahme von Liquor und Blut oder Magnetfelder beim MRT. Zum anderen ermöglicht sie durch den minimalen Energieeintrag auch dauerhafte Messungen über Stunden hinweg oder sogar ganztägig. Das kann insbesondere im Kontext von intensivmedizinischer und Notfall-Behandlung sehr interessant werden.

Was sind die größten Herausforderungen, an denen ihr gerade arbeitet?

Im Moment befinden wir uns auf den letzten Metern zur Zulassung unseres Systems als Medizinprodukt. Nach der Zertifizierung des Unternehmens nach DIN 13485 ist das sicherlich die größte Herausforderung. Gleichzeitig arbeiten wir an der Weiterentwicklung von Soft- und Hardware, z.B. in puncto Akkubetrieb, Miniaturisierung und Messalgorithmus.

Was können die CeBIT-Besucher bei euch am Stand erleben?

An unserem Stand zeigen wir, wie die Akustocerebrografie funktioniert und wie unser System aussieht. Außerdem zeigen wir Felder auf, in denen die Technologie zur Anwendung kommen kann. Diese reichen von Kardiologie und Neurologie über Sportmedizin bis hin zu telemedizinischen Anwendungen in präventiven wie akuten Settings.

Schlagworte:
Keine Kommentare

Sorry es ist zurzeit nicht möglich Kommentare zu erfassen.