Smartphones als Bank-Terminal: FinTechs und Mobile Banking

Ich muss nur noch schnell zur Bank und etwas überweisen!“ Für rund 40 Millionen Deutsche gehört dieser Satz mittlerweile der Vergangenheit an. Online-Banking ist für viele Menschen heutzutage selbstverständlich geworden. Mit ein paar Klicks können Transaktionen überall bequem und sicher durchgeführt werden. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom erledigen gut drei Viertel aller Internetnutzer (73 Prozent) ihre Bankgeschäfte im Internet. Im Letzten Jahr waren es noch 68 Prozent. „Online-Banking hat sich fest etabliert. Verbraucher wollen nicht mehr wegen jeder Überweisung oder Kontoabfrage in eine Bankfiliale gehen, sondern ihre Bankgeschäfte bequem und sicher am Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone abwickeln“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Nun geht der Trend immer mehr in Richtung Smartphone. Bereits jeder dritte (34 Prozent) Nutzer von Online-Banking verwendet seinen mobilen Begleiter, um den Kontostand zu checken oder eine Überweisung zu veranlassen. „Durch die weite Verbreitung von Smartphones und Tablets sowie Banking-Apps ist es problemlos möglich, auch von unterwegs zum Beispiel seinen Kontostand zu überprüfen“, so Rohleder.

Motor des Ganzen sind vor allem Startups: Sie mischen den Markt mit frischen Ideen und kundennahen Lösungen auf. Aktuellstes Beispiel ist hier das Münchner Startup Gini. In Kooperation mit der Deutschen Bank bieten die Münchner eine App an, mit der Rechnungen – egal ob auf Papier oder als Datei – ganz bequem und schnell per Smartphone beglichen werden können. Der Clou: es reicht aus, die Rechnung einfach zu fotografieren. Die Software filtert automatisch die Kontodaten heraus und befüllt damit das Überweisungsformular. Das Eintippen der IBAN beispielsweise entfällt also ganz.

Startups wie numbrs setzen dagegen hauptsächlich auf eine verbesserte Kundeninteraktion. Ihre Online-Banking Apps versprechen eine übersichtliche Oberfläche und zahlreiche Zusatzfunktionen, die den Kunden helfen sollen,  ihre Finanzen besser verwalten zu können. Insgesamt sind in den letzten Jahren weit über 150 Fintech Startups in Deutschland entstanden, die mit ihren neuen Ansätzen auf den Markt der etablierten Banken drängen.

Dass dies nicht stets im Kampf David gegen Goliath enden muss, zeigt auch das Beispiel Number26. Das Berliner Startup bietet Kunden zusammen mit Wirecard Bank als Partner ein eigenes Girokonto samt Kreditkarte und Banking-App und bedient damit nicht nur eine ganz spezielle Nische. Statt Disruption und Konkurrenzkampf lautet das Stichwort also Kooperation.

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