Siebenstellig für figo – Wie Europas erster Banking Service Provider Investoren überzeugen konnte

von Stella Regna

Im Bereich Banking & Finance nimmt figo eine Vorreiterrolle ein. Das Team um André M. Bajorat ist mit einer Idee im Markt aufgetaucht, die nachhaltig verändert. figo hat es zu seiner Mission gemacht, Bankdaten aus den Silos der Banken zu befreien und sie übergreifend im richtigen Kontext nutzbar zu machen. Sie ist erst wenige Tage alt: Die Nachricht, dass die figo GmbH Investoren überzeugt und ein siebenstelliges Investment erhalten hat. Neben dem High-Tech Gründerfonds investieren nun auch Carlo Kölzer, Gründer der Devisenplattform 360T, und Jörg Heilig, Vice President of Engineering bei Google, in das Hamburger FinTech-Unternehmen.

Bis es allerdings zum erfolgreichen Abschluss kam, gab es für das Team auch die eine oder andere Hürde zu nehmen. Denn wie überzeugt man potenzielle Investoren von einem B2B-Unternehmen, das die Chance der Regulation erkannt hat und ein derart komplexes Produkt für die Finanzwelt bereithält? Ein Produkt, das in der Kommunikation unter anderem mit Banken, Partnern und Entwicklern als Alleskönner angepriesen wird. Aber was genau ist und kann diese Plattform eigentlich? Inwiefern profitieren Partner von der figo Plattform und wie erreicht man eigentlich Unternehmen oder Startups, die mit den figo Produkten und Dienstleistungen die Finanz- und Versicherungswelt verändern können.

Die Branche der Finanztechnologie ist extrem spezialisiert, gleichzeitig folgt eine FinTech-Gründung der anderen. Wie sticht man also aus der Masse heraus? Und wie findet man einen passenden Investoren? Das Unternehmen kann auf ein belastbares Netzwerk zurückgreifen, tritt in jeglicher Hinsicht transparent auf und verfügt über eine enorme Expertise aus vorherigen Projekten und beruflichen Stationen. Und dennoch war es in den letzten 12 Monaten eine Herausforderung, insbesondere Finanziers von der Idee zu überzeugen. Es musste jemand sein, der mutig genug ist, an das Produkt, die Idee und die unendlichen Möglichkeiten zu glauben.

So gehörte sicherlich auch eine gehörige Portion Glück dazu, Carlo Kölzer figo und das dahinterstehende Konzept vorstellen zu dürfen. Als Gründer der Devisenplattform 360T ist er integraler Bestandteil der Digitalisierung in der Finanzbranche bzw. in der FinTech-Szene. Aus diesem Blickwinkel weiß er, welches Potenzial in der FinTech-Branche steckt und wie zukunftsweisend die figo GmbH ist. „figo hat die Chancen erkannt, welche die regulatorischen Veränderungen und die damit einhergehenden Anforderungen mit sich bringen. figo bietet dem Markt nicht nur eine bestehende Banking API, sondern eine Banking-Service-Plattform, die viele innovative Banking-Lösungen zulässt und unterstützt. Weil ich an die Bedeutung und die Veränderung in diesem Bereich glaube, habe ich investiert“, begründet Carlo Kölzer schließlich sein Investment.

„Wir sind stolz, diese starke Finanzierungsrunde abgeschlossen zu haben, weil sie nicht nur Wachstumskapital bedeutet. Vielmehr bestätigt die Teilnahme dieser namhaften Investoren das Geschäftsmodell, das auf diese Weise weiter an Bedeutung gewinnt. In den kommenden eineinhalb Jahren konzentrieren wir uns darauf, unsere Produkte weiterzuentwickeln und Europas Märkte zu erobern. Zudem arbeiten wir daran, weitere Partner zu gewinnen, und die Innovationen in der Finanzwirtschaft voranzutreiben“, so André M. Bajorat.

Die jetzige Konstellation der Investoren bedeutet also weit mehr als finanzielle Unterstützung. Mit Jörg Heilig, der Ende der 90er Jahre unter anderem die technische Verantwortung für das Online-Banking-Produkt StarMoney innehatte, und Carlo Kölzer hat figo Experten auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft dazu gewonnen. „Neben Jörg Heiligs Expertise werden wir von Carlo Kölzers Netzwerk und seinem Namen in der Szene profitieren“, so Heiko Rahlfs, CFO der figo GmbH. „Nicht zu vergessen ist, dass der HighTech Gründerfonds an die Entwicklung unseres Unternehmens glaubt, weiterhin fördert und begleitet“, ergänzt er. „Das figo Team leistet hervorragende Arbeit und wir gehen fest davon aus, dass sich der realisierte Wachstumskurs der letzten 12 Monate fortsetzen und beschleunigen wird“, bekräftigt Stefan Wendel, Senior Investment Manager beim
High-Tech Gründerfonds.

Jetzt heißt es für figo, die Marktposition in Deutschland auszubauen, die Finanzbranche in Europa zu erobern und hierbei die neu entstehenden regulatorischen Vorgaben zu nutzen. Speziell die Anforderungen aus der PSD2 sieht figo als große Chance. Sowohl auf FinTechs wie auch auf Banken kommen neue technische und regulatorische Anforderungen zu. figo hilft beiden Seiten dabei, diese zu erfüllen. Deshalb sieht figo in der Regulierung einen weiteren Wachstumsschub. Noch in diesem Jahr ist der Markteintritt in Österreich und der Schweiz geplant. Im nächsten Jahr sollen es England, Skandinavien und die Beneluxländer sein. Außerdem stehen funktionale Erweiterungen der API auf der Agenda und die Veredelung der Daten im Mittelpunkt.

Stella Regna ist Head of PR bei der figo GmbH. figo als Europas erster Banking Service Provider ermöglicht Unternehmen durch die einfache Integration der figo API, ihre Produkte und Dienstleistungen innerhalb kürzester Zeit an nahezu alle Banken und Finanzdienstleister anzuschließen. Auf diese Weise schlägt figo mit der Banking-as-a-Service-Plattform die Brücke zwischen modernen Diensten und über 50 Millionen Online-Banking-Konten.

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