Recap: Get Started Gründerfrühstück in Hamburg mit Olaf Scholz

Gestern war es soweit: Unser Get Started Gründerfrühstück machte wieder einmal Halt in Hamburg. Dieses Mal hatten wir Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz zu Gast. Vor über 150 Teilnehmern im proppevollen Betahaus diskutierte er mit André Bajorat, Gründer und Geschäftsführer des Hamburger Fintech-Start-ups figo, über die Start-up Politik der Hansestadt.

„Ich habe selbst so etwas wie ein Start-up gegründet“

Bevor es in die von Ann-Kathrin Nezik (DER SPIEGEL) moderierte Diskussion ging, lobte Scholz, der damals bei der Gründung seiner Anwaltskanzlei auch mit diversen Hürden zu kämpfen hatte, Hamburg als guten Ort für die Digitalisierung, als hervorragenden Standort für Start-ups, Innovationen und Kreativität. Er hob einige Hamburger Tech-Unternehmen und Initiativen hervor und betonte, dass mit 35 neuen Informatik-Professuren und 1.000 zusätzlichen Studienplätzen für IT-Studiengänge klare Akzente für den Technologiestandort gesetzt werden.

Hamburgs Startup-Ökosystem

In dem folgenden Bühnengespräch ging es zunächst um den Standortvergleich mit anderen Ökosystemen. „Nee“, so die kurze Antwort des Ersten Bürgermeisters auf die Frage, ob Hamburg das Gründerflair fehle. „Berlin schreit einfach lauter“, stellte André Bajorat fest. Hamburg habe aber einen großen Vorteil durch die ansässige Industrie, hier gebe es große Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch, in dem es nun vor allem um aktuelle Herausforderungen für Hamburger Start-ups ging: Arbeitserlaubnisse für Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Ausland, ausufernde Bürokratie in der (kaum digitalisierten) Verwaltung und natürlich Finanzierung. Es fehle privates Kapital in Hamburg, um die lokale Szene stärker zu unterstützen. Der vom rot-grünen Senat lange angekündigte Innovations-Wachstumsfonds hat das Ziel privates Kapital zu hebeln und sei schon eine gute Idee. Der Stand der Dinge: „Es wird hart an den Rahmenbedingungen gearbeitet“, so Scholz.

Insgesamt gibt es in Hamburg gute Bedingungen für junge Wachstumsunternehmen. Start-ups sehen jedoch große Herausforderungen vor allem in elementaren Bereichen wie z.B. der Gewinnung von internationalen Talenten durch Verwaltungshürden. Ob es dennoch in fünf Jahren ein Hamburger Start-up in der Größenordnung von Otto oder Beiersdorf gäbe: „Ja“, so Olaf Scholz wieder kurz und knapp zum Abschluss.

Einen Rückblick auf unser Get Started Gründerfrühstück in Hamburg mit O-Tönen der Protagonisten findet ihr in unserem Video:

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