Get Started Health Network #4: Pharma digital — Health Network zur Zukunft der Pharmazie

Wie sieht die Apotheke von morgen aus? Wie wollen die Pharmaunternehmen die Digitalisierung für sich nutzen? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich durch die digitale Pharmazie und wie können Startups und etablierte Player zusammen an Innovationen in diesem Bereich arbeiten? Diese Woche traf sich das Get Started Health Network, um im Spielfeld Digital Hub die Zukunft der Pharmazie zu diskutieren.

Die Apotheke der Zukunft

Gerade für den ländlichen Raum bietet die Digitalisierung enormes Potenzial. Max Müller von DocMorris sprach zum Auftakt über das Projekt Hüffenhardt. In der Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis gibt es seit etwa einem Jahr keine Apotheke mehr. Um die örtliche Versorgungslücke zu schließen, plant DocMorris eine E-Health-Lösung vor Ort. In den Räumen der ehemaligen Apotheke empfängt ein Welcome Manager die Kunden und erklärt bei Bedarf das Angebot. Kernstück des Angebots soll ein Videoberatungsraum sein, in der die Kunden per Videoübertragung mit einem Apotheker von DocMorris sprechen können. Dieser berät, klärt über die jeweiligen Nebenwirkungen auf und kann prüfen, ob ein gültiges Rezept vorliegt. Anschließend werden die benötigten Medikamente über einen Automaten an den Kunden ausgegeben.

Get Started Health Network: Networking im AnschlussMerck: Vom Stammsitz zum Innovation Center

Auch Merck, eines der führenden Technologieunternehmen im Bereich Healthcare will die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorantreiben. Dazu setzt das Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit Startups und baut den Stammsitz in Darmstadt zum Innovation Center aus. Das Innovation Center – gleichzeitig der weltweite Unternehmenssitz von Merck – soll den kulturellen Wandel zu einem effizienten und innovationsfreundlichen Unternehmen fördern. Munya Chivasa, Innovation Manager bei Merck, stellte dieses Projekt und den Merck Accelerator in seinem Impuls vor. Mit Programmen in Darmstadt und Nairobi unterstützt Merck Health Startups, die das Gesundheitswesen nachhaltig verändern wollen. Gerade in Nairobi, so Chivasa, leiste Merck damit Pionierarbeit, da Startups im Silicon Savannah sich sonst nur per Bootstrapping finanzieren können.

Lieferdienst für Medikamente

Wie die Zusammenarbeit mit Merck aus Startup-Sicht läuft, konnte anschließend Christian Höh von Apoly berichten. Das junge Unternehmen aus Leipzig entwickelt die „Apotheke für die Hosentasche“, einen Lieferdienst, der rezeptfreie Medikamente am Tag der Bestellung zum Kunden liefert. Bestellt wird über die Online-Plattform www.apoly.de, geliefert werden die Medikamente dann von den jeweiligen lokalen Partnerapotheken des Startups.Munya Chivasa von Merck

Die vielen Fragen nach jedem Vortrag  und der rege Austausch im Anschluss zeigten: Es besteht jede Menge Diskussionsbedarf zu dem Thema. Um die Digitalisierung der Pharmazie weiter voranzutreiben, muss der Austausch und die Kooperation von Startups, Pharmaunternehmen und vielen anderen Playern der Branche weiter verstärkt werden.  Genau das möchten wir auch bei den nächsten Veranstaltungen des Get Started Health Network fortzuführen.

 

 

 

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