Online-Handel mit Lebensmitteln: Klassische Supermärkte und neue Anbieter ungefähr gleichauf

Die Frühstücksflocken, der Obstkorb oder die Kiste Wein können inzwischen genauso einfach wie Bücher oder Kleidung im Internet bestellt werden. Doch für welchen der zahlreichen Online-Lebensmittelhändler entscheiden sich die Kunden dabei? Darüber gibt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom Aufschluss. Rund 28 Prozent aller Online-Shopper haben demnach bereits Lebensmittel oder Getränke im Internet gekauft.43 Prozent von ihnen haben dabei Online-Shops von Supermärkten, die auch stationären Handel betreiben, gewählt, zum Beispiel rewe.de oder bringmeister.de. 38 Prozent von ihnen haben bei reinen Online-Lebensmittelhändlern mit umfassendem Sortiment wie mytime.de oder emmas-enkel.de geordert. Weitere 18 Prozent der Online-Lebensmittel-Käufer haben bei einem Online-Händler für spezielle Warengruppen wie Wein oder Süßigkeiten eingekauft. Und 15 Prozent haben bei einem klassischen Online-Versandhandel oder einer Auktionsplattform (Amazon oder Ebay) bestellt.
„Die Online-Bestellung von Lebensmitteln ist gerade für beruflich stark eingespannte Menschen, für Familien oder Wohngemeinschaften eine attraktive Alternative oder Ergänzung zum Gang in den Supermarkt“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Der stationäre Handel hat dieses Potenzial erkannt und insbesondere für die Versorgung von Städten gute Online-Shops sowie die entsprechende Lager- und Lieferlogistik aufgebaut. Aber auch innovative Startups und Digitalunternehmen punkten mit überzeugenden, kundenfreundlichen Konzepten.“  Die ländlichen Regionen werden hier schon bald nachziehen.“

Der Anteil der Online-Shopper, die auch Lebensmittel oder Getränke im Netz bestellen, ist von 10 Prozent im Jahr 2012 auf derzeit rund 28 Prozent gestiegen.

Denn nicht nur große Lebensmittelketten verfügen über digitale Bestellplattformen, sondern auch Startups steigen immer mehr in das stark wachsende Segment des Online-Handels ein. Bonativo und Gegessen wird immer setzen den Trend eindeutig in Richtung Bio und Lebensmittel aus der Region. Home eat Home sowie Hello Fresh packen Tüten und Kisten, mit den Zutaten inklusive Rezepte für frisch zuzubereitende Menüs, für den gesundheitsbewussten Kunden. Bei den 30- bis 49-Jährigen beträgt der Anteil der Online-Shopper bereits 33 Prozent. 87 Prozent der Online-Shopper von Lebensmitteln haben haltbare Lebensmittel wie zum Beispiel Nudeln oder Mehl gekauft, immerhin 31 Prozent frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse. 18 Prozent derjenigen, die schon einmal Lebensmittel online gekauft haben, tun das regelmäßig, 39 Prozent manchmal, 33 Prozent selten und 9 Prozent haben dies bisher erst einmal getan. 36 Prozent sagen, dass sie mit dem Einkauf von Lebensmitteln im Internet „sehr zufrieden“ sind, 55 Prozent „eher zufrieden“, nur 7 Prozent sind „eher nicht zufrieden“.

Wer noch keine Lebensmittel online gekauft hat, gibt dafür unterschiedliche Gründe an: 60 Prozent sagen, dass sie nicht auf eine Lieferung warten wollen. 59 Prozent haben Zweifel an der Frische der Lebensmittel. Die Versandkosten sind für zirka 32 Prozent ein Hinderungsgrund, lediglich 7 Prozent haben Datenschutzbedenken.

Der Lebensmittelmarkt steht auch im Mittelpunkt der Internationalen Grünen Woche (15. bis 24. Januar), die morgen in den Messehallen am Berliner Funkturm beginnt.

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