Öffentliche Verwaltung muss nachsitzen

Ob Infrastruktur oder Personal-Situation: Die meisten Startups sind mehrheitlich mit den Standortbedingungen in Deutschland zufrieden. Noch einmal die Schulbank drücken muss aber die öffentliche Verwaltung. Nur ein Drittel aller Gründer (37 Prozent) äußert sich zufrieden, wenn es um die Zusammenarbeit mit den Ämtern geht. Gut 40 Prozent aller Startups sind eher nicht oder gar nicht glücklich. Die öffentlichen Behörden werden damit so schlecht bewertet, wie kein anderer Standortfaktor. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Bitkom unter bundesweit mehr als 200 Startup-Gründern. „Forderungen für eine bessere Startup-Förderung werden meistens an die Bundes- oder Landespolitik gerichtet. Dabei können die Kommunen selbst sehr viel unternehmen, etwa indem die Verwaltung vor Ort gründerfreundlicher organisiert wird“, sagt Bitkom-Vizepräsident Ulrich Dietz.

Aber auch im direkten Städtevergleich „Berlin – Hamburg – München“ zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Bewertung des Standortes. Ganz entscheidend ist hier der Kostenfaktor: So sind in Berlin gut drei Viertel (77 Prozent) der Startups mit den Personalkosten zufrieden, in Hamburg und München sind es knapp nur ein Drittel (39 und 36 Prozent).  Gleiches gilt mit Blick auf die Büromieten. Während zwei Drittel  (69 Prozent) der Berliner Startups  mit ihrer Miete  gut leben können,  sind es in Hamburg nur 50 Prozent und in München gerade einmal nur ein Viertel (24 Prozent).

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