Neuregelung zu Verlustvorträgen verabschiedet

Gute Nachrichten für die Startup-Finanzierung: Gestern hat der Finanzausschuss des Bundestags auf eine gesetzliche Neuregelung der steuerrechtlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften verabschiedet. Konkret bedeutet das, dass rückwirkend zum 1. Januar 2016 nicht genutzte Verlustvorträge bei Wechsel des Anteilseigners erhalten bleiben, wenn der Geschäftsbetrieb unverändert fortgesetzt wird. Offen bleibt allerdings bislang, wie dabei z.B. mit Pivots umgegangen wird.

Nach bisheriger Rechtsprechung gingen Verluste von Kapitalgesellschaften aus den Vorjahren komplett oder in Teilen verloren, wenn mehr als 25 Prozent der Gesellschaftsanteile veräußert wurden. Gerade für Startups wurde die Investorensuche dadurch erheblich erschwert, da diese Regelung auch eintraf, wenn neue Investoren mit einsteigen. Durch die gesetzliche Neuregelung soll es für Investoren attraktiver werden, in deutsche Startups zu investieren.

Die Bundesregierung möchte die Finanzierung von jungen, innovativen Unternehmen und die Rahmenbedingungen für Wagniskapitalgeber verbessern. Das ist ein richtiges und wichtiges Zeichen für die Gründerszene. Jetzt bleibt allerdings abzuwarten, wie die konkrete Umsetzung aussieht. Damit Unternehmen von der Neuregelung profitieren können, müssen sie bestimmte Merkmale erfüllen. Dieser Prozess sollte so Startup-freundlich wie möglich gestaltet werden und keine neue bürokratische Hürde für Gründer darstellen.

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