Micro-Bilanz für Startups

Die Bundesregierung will Bürokratie abbauen – und davon können auch Startups profitieren. Sehr kleine Kapitalgesellschaften müssen dank des Micro-Bilanz-Gesetzes nämlich künftig nur noch einen vereinfachten handelsrechtlichen Jahresabschluss vorlegen. Das bedeutet, dass sie

  • ein vereinfachtes Bilanzschema nutzen dürfen,
  • nur noch eine reduzierte Gewinn- und Verlustrechnung vorlegen müssen,
  • auf einen Anhang verzichten dürfen.
  • Außerdem müssen Kleinstkapitalgesellschaften ihre Bilanz nicht mehr im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichen, wo diese von jedem kostenlos einsehbar ist.

Allerdings gelten auch für kleine Kapitalgesellschaften in Sachen Steuerbilanz die umfangreicheren Vorschriften der neuen E-Bilanz. Diese sehen viel detailliertere Angaben im Jahresabschluss vor als das Micro-Bilanz-Gesetz. Anders gesagt: Vereinfachungen im Handelsrecht werden durch das Steuerrecht konterkariert.

Mehr Details zum Micro-Bilanz-Gesetz (MicroBilgG), für welche Unternehmen es überhaupt gilt und welche Vor- und Nachteile es bringt, hat BITKOM-Steuerexperte Thomas Kriesel im BITKOM-Blog digitalewelt.org zusammengefasst.

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