Kleinanlegerschutz geht in die nächste Runde

Schon lange drüber debattiert, nun kommt es: das Kleinanlegerschutzgesetz wird morgen im Bundestag beschlossen. Das Gute daran: Der Gesetzentwurf beschränkt das Crowdinvesting nicht so stark wie zu Anfang gefürchtet. So wurde der ursprüngliche Entwurf der Bundesregierung – nach Kritik von BITKOM, Crowdinvesting-Plattformen und Startups – noch einmal ordentlich nachkorrigiert.

Das gilt ab morgen – die wichtigsten Zahlen und Fakten im Überblick

– Befreiung von der kostenträchtigen Prospektpflicht bis zu einem Gesamtinvestitionsvolumen von 2,5 Millionen Euro
– Kein weitgehendes Werbeverbot im Internet und auf Social-Media-Kanäle
– Ausdrucken von Informationsblättern für Investoren entfällt

Trotz deutlicher Kritik wollen die Parlamentarier allerdings weiter daran festhalten, dass Startups nur dann von der aufwändigen und teuren Prospektpflicht ausgenommen werden, wenn Einzelinvestoren sich mit maximal 1.000 Euro beteiligen. Ein finanzielles Engagement von maximal 10.000 Euro soll nur bei entsprechenden Vermögens- oder Einkommensangaben möglich sein. Wir hatten uns für eine Befreiung von der Prospektpflicht bis zu einem Maximalbeitrag von 50.000 Euro pro Anleger sowie einem Gesamtinvestitionsvolumen von 5 Millionen Euro eingesetzt. Letzteres sieht auch die EU-Prospektrichtlinie vor.

Grundsätzlich besteht bei der Startup-Förderung noch ordentlich Luft nach oben. Nach unserer  Auswertung sind von 30 im Koalitionsvertrag vorgesehenen Einzelmaßnahmen, von denen Startups oder Gründer profitieren würden, erst 6 vollständig umgesetzt, bei 12 Vorhaben ist noch überhaupt nichts passiert. Unsere Analyse zur Startup-Politik der Bundesregierung steht online unter //getstarted.de//politik/start-up-politik-der-Bundesregierung/ für euch bereit.

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