jameda übernimmt Patientus: Eine Allianz für mehr Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung

In der letzten Woche wurde bekannt, dass Get Started Mitglied Patientus vom Ärzte-Vergleichsportal jameda übernommen wird. Die beiden Geschäftsführer Dr. Florian Weiß (jameda) und Nicolas Schulwitz (Patientus) schreiben in ihrem Gastbeitrag, wie die Zusammenarbeit aussieht und wie die Telemedizin das Gesundheitswesen verbessern kann. 

Von Nicolas Schulwitz und Dr. Florian Weiß

2017 wird das Jahr der Telemedizin. Mitte des Jahres werden sich einige fundamentale Parameter der Digitalen Gesundheit verändern, die einen Richtungswechsel in der Gesundheitsversorgung hin zum mehr Digitalisierung und Service einläuten werden. Einer dieser Meilensteine ist die im E-Health-Gesetz verankerte Aufnahme der Online-Videosprechstunde in die vertragsärztliche Regelversorgung, denn ab dem 01. Juli 2017 werden Sprechstunden, die über das Internet geführt werden, von den Kassen vergütet. Wir sind davon überzeugt, dass dies der entscheidende Impuls sein wird, um die Videosprechstunde – für bestimmte Behandlungsfälle – aus ihrem Nischendasein herauszuführen und mittelfristig als ganz normale Behandlungsalternative zu etablieren. Für Patienten bedeutet diese Entwicklung, dass sie sich in Zukunft nicht mehr für jede Behandlung auf den Weg in die Praxis des Arztes machen müssen. Sie können den Rat ihres Arztes einfach über das Internet von zu Hause aus einholen – ganz ohne Anfahrt, Parkplatzsuche und Wartezimmer.

jameda und Patientus verfolgen eine gemeinsame Vision

Die Vision einer effizienteren Gesundheitsversorgung zum Wohle der Patienten durch digitale Lösungen eint unsere beiden Unternehmen, den Marktführer für Online-Videosprechstunden Patientus sowie jameda, Deutschlands größte Arztempfehlung und Marktführer für Online-Arzttermine.

jameda verfolgt seit jeher das Ziel, Patienten bestmöglich zum individuell passenden Arzt zu führen. Dafür verbessern wir kontinuierlich die Informationsbasis für die Arztentscheidung mit mehr als 1,5 Millionen Bewertungen, detaillierten Arztinformationen sowie umfangreichen Such- und Filtermöglichkeiten. Ergänzt wird der Service der Arztsuche seit zwei Jahren durch die Online-Terminbuchung, über die Patienten beim gewünschten Arzt direkt und komfortabel ihren Arzttermin buchen können.

jameda übernimmt Patientus

Mit Patientus übernimmt jameda den deutschen Marktführer für Videosprechstunden

Diese Services führt das Angebot von Patientus, die Online-Videosprechstunde, ideal weiter, indem Patienten im Anschluss an ihre Terminbuchung auch die Sprechstunde online wahrnehmen können. Dabei ist uns wichtig, dass dieses Angebot die bestehende ärztliche Versorgung ergänzen und nicht ersetzen wird – und zwar immer dann, wenn es dem Patienten nutzt. Dieser Gedanke schlägt sich bereits im Namen „Patientus“ nieder, den die drei Gründer von Patientus bewusst gewählt haben. Diese sind neben mir, Nicolas Schulwitz, noch Jonathan von Gratkowski und Christo Stoyanov.

Gemeinsam an der digitalen Gesundheitsversorgung arbeiten

Mit der Übernahme von Patientus durch jameda werden unsere beiden Unternehmen nun gemeinsam an der Umsetzung der Vision einer Gesundheitsversorgung arbeiten, die die Möglichkeiten der digitalen Interaktion nutzt, wann immer es Vorteile für Arzt und Patient bringt. Diese Allianz birgt für beide Unternehmen klare Vorteile: Patientus erhält nicht nur neue finanzielle Mittel, um das Produkt weiterzuentwickeln, sondern mit jamedas monatlich knapp 6 Mio. Nutzern und vielen zehntausend registrierten Ärzten auch eine enorme Reichweite. jameda im Gegenzug gewinnt durch Patientus eine hervorragende und sichere Lösung für die Online-Videosprechstunde. Dadurch ist jameda optimal auf die im E-Health-Gesetz festgeschriebenen gesetzlichen Neuregelungen vorbereitet und kann seinen Kunden direkt mit in Krafttreten eine hochwertige Lösung präsentieren.

Das wichtigste aber ist, dass die starke Gemeinschaft aus jameda und Patientus in der Lage ist, der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung auch in Deutschland endlich mehr Schwung zu verleihen. Dies ist zu allererst im Interesse der Patienten. Denn das Potenzial der Digitalisierung für eine effizientere Patientenversorgung ist riesig und bisher in Deutschland weitestgehend ungenutzt. Und gerade in der Nutzung des gesamten Potenzials der Digitalisierung liegt auch eine spannende Schnittmenge zum Bitkom, der, das soll hier nicht unerwähnt bleiben, durch die gemeinsamen Veranstaltungen im Rahmen des Health Networks nicht ganz unschuldig ist am Zustandekommen des Kontakts zwischen unseren beiden Unternehmen.

 

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