Innovation, Wachstum, Zukunft: Catharina van Delden in der Diskussion mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

Gestern fand der Kongress Wirtschaft 4.0 der CDU/CSU-Bundestagsfraktion statt. Mit dabei im direkten Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel: Catharina van Delden, erfolgreiche Gründerin des Startups Innosabi und Mitglied im Präsidium des Bitkom.

Wenn die Bundeskanzlerin sich dieser Tage Zeit für ein Thema abseits der Flüchtlingskrise nimmt, muss es wichtig sein. Angela Merkel nahm sich gestern Zeit und erläuterte in ihrer Rede zunächst die Relevanz der Digitalisierung der Wirtschaft. Sie ging dabei auf eine Vielzahl an Themen ein; von Frequenzversteigerungen und Breitbandausbau über Regelungen zur WLAN-Nutzung im öffentlichen Raum bis hin zur Notwendigkeit deutscher Lösungen im Bereich der Cybersecurity. Darüber hinaus seien viele Fragen der Digitalen Agenda auch europäische Fragen, wie z.B. das Wettbewerbsrecht und der digitale Binnenmarkt.

Nach ihrer Rede stieg die Bundeskanzlerin in die Diskussion mit Catharina van Delden und Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V., ein. Dabei gab Angela Merkel freimütig zu: Sie könne und wolle in puncto Digitalisierung von Digital Natives noch viel lernen.

Catharina berichtete im Panel über ihren Alltag als Gründerin und räumte mit dem Vorurteil auf, Gründer seien in erster Linie daran interessiert, ihr Unternehmen eines Tages für hohe Summen zu verkaufen: „Eine erfolgreiche Gründung basiert immer in erster Linie auf Passion und harter Arbeit. Damit erfolgreich zu sein, ist dann die Kirsche auf dem Kuchen.“ Natürlich hätte auch ihr Unternehmen auf dem Papier nun einen gewissen Wert, das sei aber bislang nur „Monopoly-Geld“ – reich geworden sei sie vor allem an Erfahrungen.

Im Verlauf der Diskussion gab Catharina der Bundeskanzlerin konkrete Impulse mit, um die Bedingungen für Startups in Deutschland zu verbessern – und wie angekündigt zeigte sich Angela Merkel als lernwillig und offen für neue Ideen. Zwei Punkte stellte Catharina besonders heraus:

  1. Der Staat müsse im Rahmen der öffentlichen Vergabe als gutes Beispiel voran gehen, wenn es darum ginge, Leistungen von Startups einzukaufen – nichts sei so wichtig für Startups wie Kunden, Cashflow und gute Referenzen (Merkel: „Das nehme ich mit“).
  2. Insbesondere Startups hätten mit dem Fachkräftemangel im Bereich IT zu kämpfen und seien händeringend auf der Suche nach guten Entwicklern. Das Thema lediglich über eine Bildungsreform anzugehen sei zu wenig – dann wäre das Problem erst in 15 bis 20 Jahren gelöst. Man müsse auch über Weiterbildung und Zuwanderung nachdenken, um dem Problem heute Herr zu werden (Merkel: „Wenn sie darauf Wert legen, müssen wir da was machen“).

 

Wir freuen uns, dass die Bedürfnisse von Startups auch auf höchster Ebene Gehör finden. Wie Nadine Schön, Mitglied des Deutschen Bundestages, im Verlauf der Veranstaltung betonte: „Politik muss sich viel mehr mit Startups vernetzen“ – um zu sehen, was möglich ist, und vor welchen Hürden sie stehen. Dem haben wir wenig hinzuzufügen und freuen uns auf die nächste Gelegenheit, den Dialog fortzuführen.

Wie Catharina van Delden die Veranstaltung selbst erlebt hat, schildert sie im Video-Interview:


 

Impressionen vom Kongress Wirtschaft 4.0 der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 4. November:

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