„Gründen ist Risiko. Aber das macht es auch spannend“ – Fempreneur Summit Gründerin Maxi Knust im Interview

Am 9. Juni findet der erste Fempreneur Summit statt. Die eintägige Konferenz ist Teil der Berlin Web Week und bietet ein umfangreiches und inspirierendes Programm rund um das Thema Female Entrepreneurship. Die Teilnehmer können sich auf spannende Keynotes und Paneldiskussionen freuen, auf denen zahlreiche Gründerinnen und auch Gründer Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben. Veranstaltet wird die Konferenz von Maxi Knust und Stephan Baasch. Maxi, die auch das Online-Magazin Fempreneur gegründet hat, haben wir vorab zum Event und zu ihren Erfahrungen als Gründerin befragt.                Fempreneur Summit

Maxi, in knapp 3 Wochen ist es so weit. Dann startet die erste Fempreneur Summit Conference. Was erwartet die Besucher und an wen richtet sich das Event?

„Ja bald ist es soweit. Wir freuen uns auch schon riesig auf das Event.

Auf dem Fempreneur Summit am 9.Juni in Berlin wollen wir selbstständige und gründungsinterssierte Frauen durch Gründerinnen-Vorbilder inspirieren und wichtiges Business Know-How an die Teilnehmerinnen weitergeben.Daher wird es Einblicke in unterschiedlichste Themen geben: Crowdfunding, Storytelling, Passion Business, Mind-Set, Social Media, Food-Startup, Accelerator, Inkubator, Solopreneurship u.v.m. Einen ganzen Tag gibt es im Rahmen der Konferenz inspirierende Keynotes von Gründerinnen & Business Experten, wie Milena Glimbovski von Original Unverpackt, Val Racheeva von wefound.org, Tanja Bogumil von Kisura, Felicia Mutterer vom Straight Magazin, Masoud Kamali von WestTechVentures und viele mehr. Ziel ist es durch eine Vielfalt an Keynotes den Teilnehmerinnen Ideen für die eigenen nächsten Business-Steps zu geben, ganz nach unserem Event-Motto: „Believe in yourself & do it your own way!“

Ganz konkret zum Programm des Fempreneur Summits: Tagsüber findet die Conference im Babylon Kino in gemütlichen Kinosesseln statt, mit jeweils halbstündigen Keynotes von unseren Speaker/innen. Zudem bietet unser Partner P+P Pöllath + Partners jeweils 15-minütige kostenlose Rechtsberatungsslot während des Fempreneur Summits an. Darüber hinaus findet abends eine „Fempreneur’s Night Out“-Abendveranstaltung in der exklusiven Rooftop Location der Amano Dachterasse mit Blick über Berlins Skyline zum entspannten Networken statt.“

Wie ist es zu der Idee gekommen, eine eigene Konferenz zu veranstalten?

„Zusammen mit meinem Geschäftspartner Stephan Baasch veranstalte ich den ersten Fempreneur Summit. Wir haben beide bereits letztes Jahr unabhängig voneinander diverse Events veranstaltet. Ich habe 2015 bereits Fempreneur Meetups, Business-Workshops sowie ein Tech-Open-Air Satellite veranstaltet.

Stephan hat mit der „Transatlantic Alliance“ selbst ein Eventformat mit den Topics International Finance, Technology & Entrepreneurship 2015 gestartet, auf der ich wiederrum im Rahmen eines Panels vertreten war. So haben wir uns kennengelernt und gemeinsame Interessen entdeckt. Anfang des Jahres kam dann die Idee zu einer noch größeren Veranstaltung, die wir zusammen entwickeln und veranstalten wollten. Die Idee zum Fempreneur Summit ist letztlich die Erweiterung von dem, was ich bereits mit dem digitalen Magazin „Fempreneur“ erreichen möchte: Frauen für die Selbstständigkeit und Gründung eines eigenen Business zu inspirieren und zu ermutigen.“

Maxi Knust und Stephan Baasch

Das Team hinter dem Fempreneur Summit: Maxi Knust und Stephan Baasch.

Anfang 2015 hast Du das Online-Magazin Fempreneur gegründet. Wie war der Schritt in die Selbstständigkeit für Dich?

„Das digitale Magazin Fempreneur habe ich aus zwei Gründen gestartet. Zum einen wusste ich dass ich mich gerne selbstständig machen möchte, hatte aber keine konkrete Idee womit. Da allerdings ein digitaler Auftritt heutzutage absolutes Muss ist, entschloss ich mich einfach damit zu starten eine Website mit WordPress zu erstellen, um überhaupt erst einmal ins Tun zu kommen. Zum anderen habe ich mit Fempreneur zwei Herzensthemen von mir verbunden: Female Empowerment und Entrepreneurship. Derzeit werden gerade mal 13% der Unternehmen von Frauen gegründet. Noch eine ziemlich geringe Quote. Das hat viele Gründe. Einer davon ist, dass es noch zu wenig Sichtbarkeit für Gründerinnen-Vorbilder gibt, was ich durch Fempreneur Interviews und Porträts ändern will. Zudem gründen Frauen auch anders: weniger risikobewusst und mit weniger Kapital-Investment. Und diese Bedürfnisse wollte ich mit Fempreneur ebenso adressieren, was bisherige Gründerportale eher außer Acht gelassen haben. Der Schritt, mich mit einem digitalen Magazin selbstständig zu machen, ist also eher durch Zufall entstanden und durch das positive Feedback der Leser habe ich mich dann entschlossen das Projekt weiterzuführen.“

Wo hast du Dir für deine Gründung Unterstützung geholt?

„Meine Unterstützung war weniger fachlicher Art wie bspw. eine Gründerberatung, sondern vielmehr Unterstützung durch tolle Mitmenschen. Ob das die ersten Gastautoren waren, die mit ihren Artikeln Fempreneur inhaltlich unterstützt haben, oder Freunde, die einen ermutigt und mit seelischer Unterstützung geholfen haben oder neue Netzwerk-Partner, die ich beispielsweise durch Events kennengelernt habe und die mir Empfehlungen und Intros zu anderen Gründer/innen gegeben haben. Diese Art der Unterstützung hat mir sehr weitergeholfen und meine Selbstständigkeit zu dem gemacht, was es heute ist.

Zudem habe ich mir noch vor meiner Gründung viel Inspiration durch diese drei Bücher und das DNX Event geholt. Das Event für digitale Nomaden hat mir neue Aspekte der Selbstständigkeit aufgezeigt. Weil ich sehr dankbar für diese Inspiration bin, möchte ich dieses Erlebnis auch an andere gründungsinteressierte Frauen weitergeben. Und aus diesem Gedanken ist dann auch die Idee zum Fempreneur Summit entstanden.“

Was würdest Du Frauen raten, die selbst gründen möchten?

„Ganz am Anfang ist es am wichtigsten überhaupt ins Tun zu geraten. Da sollte man nicht zu viel planen, sondern einfach starten, auch wenn man sich vielleicht noch nicht 100% bereit fühlt. Aber das wird man sicher nie tun. Gründen ist Risiko. Aber das macht es auch spannend. Denn wenn man sich von seinem Perfektionismus lösen kann, sich auf diesen Weg einlässt, Chancen ergreift, auf sich vertraut, Fehler macht und dann daraus lernt, kann man nicht nur stolz auf eine große Lernkurve zurückblicken, sondern auch erfolgreich ein Business aufbauen.“

Mehr Infos  und die Tickets zum Fempreneur Summit gibt es hier: www.fempreneur-summit.com

Maxi Knust

Seit Anfang 2015 betreib Maxi Knust das Online Magazin Fempreneur und will damit gründungsinteressierte Frauen inspirieren und unterstützen. 

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