Get Started Gründerfrühstück: Integration von Flüchtlingen in Startups

Gestern fand im Berliner BASE_Camp das letzte Get Started Gründerfrühstück des Jahres statt. Nachdem uns zu diesem Thema seit dem Sommer immer wieder Anfragen erreicht hatten, ging es dieses Mal darum, wie die Integration von Flüchtlingen in Startups gelingen kann, in welchem Rahmen Geflüchtete überhaupt beschäftigt werden dürfen und welche Initiativen und Projekte existieren, die Startups sinnvoll unterstützen können.

Als Speaker dabei waren Katharina Dermühl, Gründerin des Migration Hub und zudem Teil des Teams der Kiron University, sowie Anne Kjær Riechert, Gründerin von Refugees on Rails. Beide schilderten, vor welchen Hürden Newcomer stehen und an welcher Stelle ihre Initiativen helfen wollen. Dabei betonten sie vor allem eins: Flüchtlingshilfe braucht Kooperation. Viele Projekte würden doppelt angegangen statt vor Projektstart zu recherchieren, ob es schon ähnliche Projekte gibt, denen man sich anschließen könne. Zudem sei es notwendig von Anfang an mit staatlichen Stellen und Initiativen zusammenzuarbeiten – mit einem Parallelsystem sei niemandem geholfen.

Wie Startups ihren Initiativen konkret helfen können?

  • Mit Zeit und Skills, z.B. als Mentoren bei Refugees on Rails oder Kiron Ventures oder bei einem der zahlreichen Projekte im Migration Hub (alle Infos zu Veranstaltungen bei Facebook)
  • Mit Sachspenden wie z.B. Laptops, auf denen Schüler im Rahmen von Refugees on Rails programmieren lernen können
  • Mit Geld, um z.B. Stipendien vergeben zu können
  • Mit Praktikumsplätzen

Zuletzt gab Tim Kraffert von der Bundesagentur für Arbeit einen Überblick über Beschäftigungsmöglichkeiten von Geflüchteten: Eine Beschäftigung von Flüchtlingen, die bereits als solche anerkannt sind, ist problemlos möglich, da für sie die gleichen Rechte und Pflichten wie EU-Bürger gelten. Asylbewerber und Geduldete dürfen erst nach  einer Wartefrist von 3 Monaten arbeiten; es bedarf zudem einer Prüfung durch Ausländerbehörde und Arbeitsagentur.

Für alle stand fest: Startups sind ein perfekter Ort, um Newcomern die Integration in Deutschland zu erleichtern – insbesondere weil aufgrund dem hohen Anteil von Expats Englisch ohnehin häufig Arbeitssprache ist.

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