Diese sechs Finalisten pitchen um den Smart Country Startup Award

Ob in der Stadt oder auf dem Land: Digitale Technologien können das Leben bequemer und umweltfreundlicher machen und dafür sorgen, dass die Verwaltung effizienter und bürgernäher wird. Die Möglichkeiten reichen von Künstlicher Intelligenz und Blockchain in Ämtern und Behörden bis zur intelligenten Mobilität dank Smartphone-App und Daten-Analyse. Am 23. Oktober wird sich zeigen, welches Startup die besten Ideen und Lösungen in den Kategorien E-Government und Smart City hat. Dann wird auf der Smart Country Convention (22. bis 24. Oktober 2019) der Smart Country Startup Award verliehen.

Sechs Startups haben besondere Chancen: Sie werden als Finalisten vor einer Expertenjury und einem großen Fachpublikum um ein Preisgeld von 5.000 Euro je Kategorie und eine kostenlose Get-Started-Mitgliedschaft pitchen. Die Finalisten haben sich dabei gegen mehr als 100 Bewerber durchgesetzt und konnten nicht nur die innovativsten Lösungen vorweisen, sondern haben auch mit dem Nutzen für Bürger und öffentliche Hand überzeugt. „Die Digitalisierung der Verwaltung, von Energienetzen oder Mobilitätsangeboten wird in den kommenden Jahren deutlich an Fahrt aufnehmen. Startups bieten dazu innovative Lösungen mit neuesten Technologien, von denen vor allem die Bürger profitieren“, sagt Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp. „Die Smart Country Convention ist die ideale Plattform für diese jungen, innovativen Unternehmen, um mit Vertretern von Behörden, Bund, Ländern, Städten und Gemeinden ins Gespräch zu kommen.“

Der Smart Country Startup Award wird veranstaltet von Get Started, der Startup-Initiative des Bitkom, und wird von KPMG und der Messe Berlin unterstützt. Alle Details zum Wettbewerb gibt es unter www.smart-country-award.de. Die Finalisten des Smart Country Startup Awards sind:

E-Government

  • FixMyCity: Das Startup entwickelt digitale Werkzeuge für die Verkehrswende und begleitet aktuell die Stadt Berlin bei der Umsetzung ihres Mobilitätsgesetzes. Ziel ist hier wie in anderen Fällen eine datenbasierte Grundlage für einen konstruktiven Dialog zwischen Verwaltung und Bürgern zu schaffen. Zentrales Instrument sind dabei Online-Karten, über die Informationen aus der Verwaltung nachvollziehbar und ansprechend dargestellt werden können.
  • Polyteia: Polyteia hat intelligente Steuerungsplattformen für Städte und Gemeinden entwickelt. Das Startup bietet Module für unterschiedliche Handlungsfelder an, für die Daten gesammelt werden, die in Form von Berichten und Prognosen tageaktuell aufbereitet werden. Mit diesen Informationen kann eine Stadt beispielsweise den Kitaplatzbedarf vorhersehen und frühzeitig Maßnahmen für ausreichend Plätze ergreifen.
  • XignSys: Das Startup XignSys hat den XignQR entwickelt, eine smartphonebasierte Multifaktor-Authentifizierung mit kryptografischer Verschlüsselung und digitalen Zertifikaten. Die sichere Authentifizierung ermöglicht, dass Bürgerservices sicher und einfach mit dem Smartphone abgewickelt werden können. Das Smartphone wird zur digitalen Identität, die für den Behördenkontakt genutzt wird.

 

Smart City

  • LiveEO: LiveEO nutzt Satellitenbilder und deren automatisierte Auswertung, um großflächige Infrastrukturnetze von oben zu überwachen. So wird etwa Bahnunternehmen geholfen, die Vegetation in der Nähe der Gleise im Blick zu behalten. Unterirdische Rohrleitungen können überwacht und gesichert werden, indem Live EO etwa Baustellen entlang der Leitungen entdeckt oder Bodenbewegungen im Millimeterbereich identifiziert.
  • Sooqua: Das Startup Sooqua entwickelt ein Predictive-Maintenance-Tool, das den Status von Rohrnetzwerken von Wasserversorgern in Echtzeit anzeigt und Rohrbrüche vorhersagen kann. Dazu werden Daten bereits bestehender Sensoren in den Rohren ausgewertet. Kleine Schäden werden auf diese Weise schon früh sichtbar. So kann eine Reparatur veranlasst werden noch bevor das Rohr endgültig bricht.
  • Zolitron Technology: Sind die Müllcontainer schon voll? Die Sensoren von Zolitron können den Füllstand durch eine Analyse der Vibrationsmuster erkennen, die beim Einwurf entstehen – und eine KI rechnet aus, ob eine Leerung notwendig ist. So werden überflüssiger Verkehr und überflüssige Logistikkosten vermieden. Andere Einsatzmöglichkeiten der Sensoren bieten sich im Bereich Smart Traffic, wo die Belegung von Parkplätzen ermittelt wird.

 

Smart Country Convention: Dreitägiges Event zur Digitalisierung im Public Sector

 

Bei der Smart Country Convention dreht sich alles um die Digitalisierung von Verwaltungen und öffentlichen Dienstleistungen. Sie wird vom Digitalverband Bitkom in Zusammenarbeit mit der Messe Berlin durchgeführt. Das dreitägige Event bringt alle relevanten Vertreter von Verwaltungen, Politik, Digitalwirtschaft, Verbänden und Wissenschaft zusammen. Die Smart Country Convention ist eine Kombination aus Kongress, Workshops, Weiterbildungsveranstaltungen und Ausstellung. Dabei geht es sowohl um die digitale Verwaltung als auch um Infrastrukturen in den Bereichen Energie, Mobilität und öffentlicher Sicherheit. Darüber hinaus wird die Digitalisierung öffentlicher Angebote rund um Ver- und Entsorgung, Bildung, Gesundheit und Nachhaltigkeit  in den Fokus gerückt. Die Smart Country Convention richtet sich ebenso an den Bund wie an Vertreter von Ländern, Städten und Gemeinden. Alle Informationen zu Smart Country Convention unter www.smartcountry.berlin.