Der Markt verändert sich: Digitalunternehmen in der Automobilbranche

Google ist dabei. Uber ebenfalls. Apple und Microsoft auch. Das Wettbewerbsumfeld in der Automobilindustrie verändert sich zurzeit grundlegend: Neben Audi, BMW, Daimler und Co., mischen nun auch die Digitalunternehmen zunehmend mit. Laut einer Studie des Bitkom betrachtet jedes zweite Unternehmen aus der Autobranche (54 Prozent) die Digitalunternehmen wie Google oder Apple als Konkurrenz bei der Entwicklung von Neuerungen im Automobilsektor.

„Unternehmen aus der Digitalbranche liefern Produkte und Dienstleistungen für die vernetzte Mobilität – angefangen bei der Smartphone-App, die Wartungshinweise gibt, über Sensoren, die beim Einparken helfen, bis hin zum Minicomputer, der das Auto selbstständig steuert. Und sie forschen an selbstfahrenden Autos“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Gut 13 Prozent der Unternehmen betrachten auch speziell Startups als ernsthafte Konkurrenz, wenn es um die Entwicklung neuer Technologien im Automobilbereich geht. „Was den wachsenden IT-Anteil in den Autos angeht, können Startups mit Kreativität und Innovationskraft punkten“, meint Rohleder. Das vor allem Startups nicht unterschätzt werden sollten, zeigt das Beispiel Tesla Motors und die geplante Batteriefabrik des Unternehmens: In der Gigafactory des Elektroauto-Herstellers aus Palo Alto sollen ab 2020 mehr Lithium-Ionen-Akkus produziert werden, als in allen heutigen Fabriken zusammen. Somit sollen Kosten gesenkt und Elektroautos billiger produziert werden können.

Auf die Entwicklung von neuen Elektrofahrzeugen zielte auch der letztjährige Kauf der Deutschen Post ab: mit Hilfe des Startups StreetScooter sollen künftig wirtschaftliche Elektroautos auf die Straßen kommen. Seit Anfang 2015 sind bereits mehr als 100 solche Fahrzeuge im Einsatz. „Digitalunternehmen werden den Mobilitätsmarkt stark beleben. Dabei sind sie vor allem eines: innovationsstarke Partner der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer“, so Rohleder.

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