Das war unser Gründerfrühstück mit Gesundheitsminister Jens Spahn

Startups & Gesundheitspolitik – darum ging es gestern bei unserem Get Started Gründerfrühstück mit Gesundheitsminister Jens Spahn und Gründerin Dr. Carol Wildhagen von Ariana Health sowie Felix Felix Frauendorf von Aurora Health. Moderiert wurde die Veranstaltung von Martin U. Müller von der SPIEGEL. Zum ersten Mal veranstalteten wir das Gründerfrühstück bei uns in unseren neu umgebauten Büroräumen in Berlin Mitte. Schnell war der Bitkom Groundfloor rappelvoll gefüllt – so groß waren der Andrang und das Interesse, mit Jens Spahn und den Gründern über die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu diskutieren.

Nach einer kurzen Begrüßung von Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder gab Jens Spahn einen Impulsvortrag zu den aktuellen Entwicklungen im Health Sektor und sein geplantes Digitalisierungsgesetz. Dabei sprach er auch von Fehlern in der Vergangenheit – „die elektronische Gesundheitskarte ist der Berliner Flughafen des Gesundheitswesens“ und dass sein Ministerium vor allem Wert darauf lege, mehr Schnelligkeit in das System zu bringen und damit digitale Innovationen besser und einfacher in die Gesundheitsversorgung zu bringen. Außerdem kritisierte er, dass das Gesundheitssystem immer noch zu wenig von Daten profitiert: „Meiner Meinung nach ist es unethisch, vorhandene Daten im Gesundheitswesen nicht zu nutzen, obwohl diese zu besseren Diagnosen und Behandlungen führen könnten“.

Gemeinsam mit Carol von Ariana Health und Felix von Aurora Heath diskutierte er anschließend über die Situation von Health Startups in Deutschland und wie die Rahmenbedingungen für sie verbessert werden können. Ein großes Manko sieht er beim Thema Wagniskapital: „Ich kenne nicht wenige deutsche Startups, die in die USA gehen weil bei uns der Wachstumsmarkt fehlt“. Deshalb möchte er den Innovationsgeist im Health Bereich fördern, unter anderem mit dem neu eingerichteten Health Innovations Hub des BMG. Auf positives Feedback stößt er beim Thema Digitalisierungsgesetz. Carol lobt, dass es ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sei und die Politik zeige, dass sie etwas bewegen wolle.

Die Diskussion mit dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat gezeigt, dass er die Wichtigkeit und das Potential von digitalen Innovationen für den Health Bereich erkannt hat. Sein Digitalisierungsgesetz sieht deshalb u.a. eine Kostenübernahme für digitale Anwendungen durch Krankenkassen vor sowie die Möglichkeit, dass sich diese mit Wagniskapital an Unternehmen beteiligen dürfen. Das könnte Startups in Zukunft den Zugang zum komplexen deutschen Gesundheitssystem erleichtern.

Wir haben uns sehr darüber gefreut mit ihm, Carol, Felix und den anderen teilnehmenden Gründern, die sich mit spannenden Fragen in die Diskussion einbrachten, ins Gespräch zu kommen und hoffen, nachhaltig etwas zum Dialog zwischen dem Gesundheitsminister und der Startup-Szene beitragen zu können.

Hier gibt es die Aufnahme der kompletten Diskussion: