Mecklenburg-Vorpommern | Finanzhilfen in Zeiten von Corona

Die folgende Darstellung ist nur ein Ausschnitt aller Finanzhilfen, die das Land Mecklenburg-Vorpommern Unternehmerinnen und Unternehmern in der Coronakrise zur Seite stellt. Die Maßnahmen, die im Folgenden näher vorgestellt werden, finden hier besondere Erwähnung, da sie von besonderer Relevanz für kleine und mittlere Unternehmen sind. Eine umfassende Übersicht der Finanzhilfen, die das Land Mecklenburg-Vorpommern in diesen Zeiten zur Verfügung stellt, findet ihr hier.

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Mecklenburg-Vorpommern

Corona-Soforthilfeprogramm

Art der Soforthilfe Nicht rückzahlbarer Zuschuss
Höhe der Soforthilfe Gestaffelt abhängig von der Anzahl der Beschäftigten:

  • Max. 9.000 Euro bei bis zu 5 Beschäftigten
  • Max. 15.000 Euro bei 6-10 Beschäftigten
  • Max. 24.000 Euro bei 11-24 Beschäftigten
  • Max. 40.000 Euro bei 24-49 Beschäftigten
  • Max. 60.000 Euro bei 49-100 Beschäftigten
Antragsberechtigte
  • Kleinst- und Kleinunternehmer mit max. 100 Beschäftigten
  • Angehörige der Freien Berufe mit max. 100 Beschäftigten
  • Soloselbstständige
Sonstige Voraussetzungen
  • Sitz oder Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern
  • Dient der Überbrückung eines Liquiditätsengpasses infolge der Corona-Pandemie
  • Unternehmen war nicht bereits am 31.12.2019 in Schwierigkeiten gem. Art. 2 Abs. 18 AGVO

 

Beantragung: Ist ab sofort möglich über das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern mit Hilfe dieses Formulars (muss postalisch übermittelt werden)

Mehr Informationen: https://www.lfi-mv.de/foerderungen/corona-soforthilfe/index.html, https://www.lfi-mv.de/export/sites/lfi/foerderungen/corona-soforthilfe/download-coronahilfe/Soforthilfeprogramm-Merkblatt-30032020.pdf

 

 

Weitere Maßnahmen

Das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern verweist neben der Corona-Soforthilfe auf die Kreditprogramme der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung.

 

Bürgschaften der Landesbürgschaftsbanken

Bürgschaftsbanken übernehmen für Banken und Sparkassen Ausfallbürgschaften. Wenn ein Kreditantragssteller selbst nicht über ausreichende Sicherheiten verfügt, um das Ausfallrisiko des Kreditgebers zu minimieren, treten Bürgschaftsbanken auf den Plan, die sich für den Kreditnehmer verbürgen. So tragen die Institute, die Kredite gewähren (z.B. Banken und Sparkassen), einen geringeren Anteil des Kreditrisikos. Entsprechend verbessert sich die Aussicht des Antragsstellers auf eine Kreditzusage, wenn er zugleich eine Finanzierungszusage einer Bürgschaftsbank als Sicherheit vorweisen kann.

Das „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ sieht es nun vor, dass Erweiterungen für Ausfallbürgschaften der Landesbürgschaftsbanken geschaffen werden. Das soll heißen, dass die Bürgschaftsbanken im Kontext der Coronakrise nun noch höhere Sicherheiten für den Kreditausfall übernehmen werden.

Konkret bedeutet das u.a.:

  • Eine Anhebung der Bürgschaftsobergrenze von bisher 1,25 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro
  • Eine Erhöhung der Risikoübernahme des Bundes gegenüber den Bürgschaftsbanken um 10%
  • Maßnahmen, die die Entscheidung der Bürgschaftsbanken über Finanzierungsanfragen beschleunigen sollen (So dürfen Bürgschaftsbanken nun z.B. Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig und innerhalb von 3 Tagen treffen)

 

Kostenlose Finanzierungsanfragen können über das Finanzierungsprotal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Bereits mit der Finanzierungsanfrage soll ein „plausibler Liquiditätsplan“ vorgelegt werden, aus dem hervorgeht welcher Kapitalbedarf für euer Unternehmen besteht. Voraussetzung ist darüber hinaus, dass euer Unternehmen und euer Geschäftsmodell vor Ausbruch der Coronakrise wirtschaftlich tragfähig waren.

 

Inwiefern die oben genannten Krisenmaßnahmen bei euer Landesbürgschaftsbank bereits umgesetzt wurden, könnt ihr in dieser Übersicht des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken nachlesen.

 

Weitere Informationen: https://www.existenzgruender.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Bundesweite-Meldungen-alle/Buergschaftsbanken-erweitern-Unterstuetzung-von-KMU-in-Corona-Krise.html

 

 

Noch Fragen?

Unternehmenshotline des Landes Mecklenburg-Vorpommern

0385 588-5588

(Mo.-Fr. 08:00-20:00 Uhr)

 

Landesförderinstitut

0385 6363-0

info@lfi-mv.de

 

Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung

0385 55775-0

info@gsa-schwerin.de