Hamburg | Finanzhilfen in Zeiten von Corona

Die folgende Darstellung ist nur ein Ausschnitt aller Finanzhilfen, die Hamburg Unternehmerinnen und Unternehmern in der Coronakrise zur Seite stellt. Die Maßnahmen, die im Folgenden näher vorgestellt werden, finden hier besondere Erwähnung, da sie von besonderer Relevanz für kleine und mittlere Unternehmen sind. Eine umfassende Übersicht der Finanzhilfen, die Hamburg in diesen Zeiten zur Verfügung stellt, findet ihr hier.

Zur Übersichtsseite
Hamburg

Hamburger Corona Soforthilfe

Art der Soforthilfe Nicht rückzahlbarer Zuschuss
Höhe der Soforthilfe Gestaffelt abhängig von der Anzahl der Beschäftigten:*

  • 11.500 Euro für Solo-Selbstständige
  • 14.000 Euro bei 1-5 Beschäftigten
  • 20.000 Euro bei 6-10 Beschäftigten
  • 25.000 Euro bei 11-50 Beschäftigten
Antragsberechtigte
  • Kleine und mittlere Unternehmen mit max. 250 Beschäftigten
  • Angehörige der Freien Berufe mit max. 250 Beschäftigten
  • Soloselbstständige
  • Gemeinnützige oder Non-Profit Organisationen
  • Künstler und Kulturschaffende
Sonstige Voraussetzungen
  • Sitz oder Betriebsstätte in Hamburg
  • Waren oder Dienstleistungen wurden bereits vor dem 01.02.2020 am Markt angeboten
  • Zuschuss dient der Überbrückung eines existenzbedrohlichen Liquiditätsengpasses, der nach dem 11.03.2020 entstanden ist
  • Antragssteller ist Adressat der die Allgemeinverfügung der Stadt Hamburg und ist hierdurch unmittelbar in eine existenzbedrohende Schieflage oder in einen existenzgefährdenden Liquiditätsengpass geraten
  • Unternehmen war nicht bereits am 31.12.2019 in Schwierigkeiten gem. Art. 2 Abs. 18 AGVO

* Die Angaben beziehen sich auf die kombinierte Auszahlung aus dem Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes und des Landes

 

Beantragung: Sind ab sofort möglich über die Hamburgische Investitions- und Förderbank

Mehr Informationen: https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs

 

 

Hamburger Corona Soforthilfe – Modul innovative Startups

Art der Soforthilfe Bedingt rückzahlbarer Zuschuss zur normalen „Hamburger Corona Soforthilfe“
Höhe der Soforthilfe Gestaffelt abhängig von der Anzahl der Beschäftigten:*

  • Pauschal 12.500 Euro bei 1-2 Beschäftigten
  • Pauschal 25.000 Euro bei 3-5 Beschäftigten
  • Pauschal 50.000 Euro bei 6-10 Beschäftigten
  • Pauschal 100.000 Euro bei 11-50 Beschäftigten
Antragsberechtigte Innovative, wachstumsorientierte Startups mit max. 50 Beschäfigten
Sonstige Voraussetzungen
  • Sitz oder Betriebsstätte in Hamburg
  • Rechtsform einer Kapitalgesellschaft
  • Am 15.04.2020 maximal 8 Jahre alt
  • Nicht im Mehrheitsbesitz eines anderen Unternehmens
  • Hat bereits „Hamburger Corona Soforthilfe“ erhalten
  • Hat vor dem 15.04.2020 offene Beteiligungen/ein Wandeldarlehn i.H.v. 10.000 Euro extern eingeworben ODER hat vor dem 15.04.2020 mind. eine staatliche Förderung für Startups erhalten
  • Unternehmen war nicht bereits am 31.12.2019 in Schwierigkeiten gem. Art. 2 Abs. 18 AGVO

 

Beantragung: Ist ab sofort möglich über die IFB Innovationsstarter GmbH

Weitere Informationen:

https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs-innostartup

https://www.hamburg.de/coronavirus/13867330/2020-04-20-bwvi-corona-startups/

 

 

Hamburg-Kredit Liquidität

Derzeit wird das Finanzierungsprogramm „Hamburg-Kredit Liquidität“ erarbeitet. Das Kreditprogramm soll sich an kleine und mittlere Unternehmen richten, die durch die Coronakrise in Liquiditätsengpass geraten sind. Kredite werden in einer Höhe von max. 250.000 Euro gewährt werden. Bislang sind noch keine Anträge möglich.

 

 

Bürgschaften der Landesbürgschaftsbanken

Bürgschaftsbanken übernehmen für Banken und Sparkassen Ausfallbürgschaften. Wenn ein Kreditantragssteller selbst nicht über ausreichende Sicherheiten verfügt, um das Ausfallrisiko des Kreditgebers zu minimieren, treten Bürgschaftsbanken auf den Plan, die sich für den Kreditnehmer verbürgen. So tragen die Institute, die Kredite gewähren (z.B. Banken und Sparkassen), einen geringeren Anteil des Kreditrisikos. Entsprechend verbessert sich die Aussicht des Antragsstellers auf eine Kreditzusage, wenn er zugleich eine Finanzierungszusage einer Bürgschaftsbank als Sicherheit vorweisen kann.

Das „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ sieht es nun vor, dass Erweiterungen für Ausfallbürgschaften der Landesbürgschaftsbanken geschaffen werden. Das soll heißen, dass die Bürgschaftsbanken im Kontext der Coronakrise nun noch höhere Sicherheiten für den Kreditausfall übernehmen werden.

Konkret bedeutet das u.a.:

  • Eine Anhebung der Bürgschaftsobergrenze von bisher 1,25 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro
  • Eine Erhöhung der Risikoübernahme des Bundes gegenüber den Bürgschaftsbanken um 10%
  • Maßnahmen, die die Entscheidung der Bürgschaftsbanken über Finanzierungsanfragen beschleunigen sollen (So dürfen Bürgschaftsbanken nun z.B. Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig und innerhalb von 3 Tagen treffen)

 

Kostenlose Finanzierungsanfragen können über das Finanzierungsprotal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Bereits mit der Finanzierungsanfrage soll ein „plausibler Liquiditätsplan“ vorgelegt werden, aus dem hervorgeht welcher Kapitalbedarf für euer Unternehmen besteht. Voraussetzung ist darüber hinaus, dass euer Unternehmen und euer Geschäftsmodell vor Ausbruch der Coronakrise wirtschaftlich tragfähig waren.

 

Inwiefern die oben genannten Krisenmaßnahmen bei eurer Landesbürgschaftsbank bereits umgesetzt wurden, könnt ihr in dieser Übersicht des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken nachlesen.

 

Weitere Informationen: https://www.existenzgruender.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Bundesweite-Meldungen-alle/Buergschaftsbanken-erweitern-Unterstuetzung-von-KMU-in-Corona-Krise.html

 

 

Noch Fragen?

Hotline des Hamburger Schutzschirms

040 42828-1500

(Mo.-Fr. 08:00-18:00 Uhr, Sa.-So. 10:00-17:00 Uhr)

foerderlotsen@ifbhh.de