Bedingungen für Wagniskapital: Es tut sich was

Nach dem Referentenentwurf der letzten Woche hat heute das Bundeskabinett den „Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften“ beschlossen.

Nach der vorgeschlagenen Neuregelung bleiben Verlustvorträge nach einem Anteilseignerwechsel erhalten, die bei heutigem Gesetzesstand verloren gingen, sofern das Unternehmen den vorhandenen Geschäftsbetrieb fortführt. Finanzierungsmöglichkeiten für Startups sollen so verbessert werden.

Der Wegfall von Verlustvorträgen beim Einstieg von Investoren wurde unter Gründern in der Vergangenheit häufig kritisiert, sodass der vorliegende Gesetzentwurf sehr zu begrüßen ist. Offen bleibt jedoch, wie eng die Fortführung des Geschäftsbetriebs von Startups ausgelegt werden soll: Eine Geschäftserweiterung oder Geschäftsfortentwicklung dürfen für Startups nicht zum Wegfall von Verlustvorträgen führen. Denn vielfach dient gerade die Aufnahme oder der Wechsel von Gesellschaftern gerade der Finanzierung von Geschäftserweiterungen oder einem Änderungen des Geschäftsmodells, von denen sich Gründer den größeren Erfolg versprechen.

Mit dem Gesetzentwurf löst die Bundesregierung ein Versprechen ein, das z. B. im Eckpunktepapier Wagniskapital sowie im Koalitionsvertrag gemacht wurde: Nämlich die Bedingungen für Venture Capital in Deutschland nachhaltig zu verbessern.

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