Auftakt zum Get Started Energy Network

Am Mittwoch fiel der Startschuss für unser Get Started Energy Network. Mit der Auftaktveranstaltung in den Räumen von Google Germany ist der Grundstein für den Austausch zwischen Energy-Startups und relevanten Akteuren der Branche gelegt. Wie in den bereits etablierten Netzwerken zu den Themen Health und Mobility wird jetzt auch regelmäßig über die Herausforderungen und Trends im Energiebereich diskutiert.

Rund 35 Vertreter von Startups, etablierten Unternehmen und Politik sind der Einladung gefolgt und haben beim ersten Treffen des Get Started Energy Network über die Rolle von Startups in der Energiewende gesprochen. Den ersten Impuls lieferte der Gastgeber. Sandro Gianella gab zunächst einen Einblick in Googles Bestreben, die Umweltauswirkungen ihrer Dienste zu minimieren. Anschließend stellte Daniel Gilgenmann Google for Entrepreneurs vor.

„Ich bin hier, um zu hören, was Sie brauchen“

Im zweiten Slot stand Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für Energiepolitik im BMWi, den anwesenden Startups Rede und Antwort. Er kam, um auf Augenhöhe die Herausforderungen der Gründer, aber auch ihre innovativen Lösungen zu diskutieren. Herdan gab zudem einen Ausblick auf die nächsten Schritte bei der Transformation des Energiesystems: Im Rahmen der Sektorkopplung soll in Zukunft deutlich mehr erneuerbar erzeugter Strom im Bereich der Wärme und der Mobilität eingesetzt werden. Der Zugang zum Energiesystem soll durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende stark vereinfacht werden. Auch bei den Stromnetzen müssen intelligente Technologien einfacher zum Einsatz kommen können.

Die Beschlüsse des Klimagipfels in Paris werden Auswirkungen auf die deutsche und internationale Politik haben. Wenn die Klimaerwärmung tatsächlich auf 2 Grad begrenzt werden soll, dann dürften höchstens ein Fünfzehntel der weltweit lagernden fossilen Energieträger noch verfeuert werden. Der Rest müsste in Get Started Energy Networkder Erde bleiben. Auch hier sind enorme Anstrengungen notwendig, um letztlich überzeugende technologische Alternativen zu bieten. Nur globale Verbote wären noch schwieriger umzusetzen. Für Startups in der Energiewende sind zusätzliche Maßnahmen geplant. Die heute stark auf traditionelle Grundlagenforschung ausgerichtete Förderung sollte um Elemente erweitert werden, die es Startups ermöglichen, Dinge auszuprobieren. Ein Programm mit dem Arbeitstitel Stromeinsparzähler und eine große Kampagne für mehr Energieeffizienz sollen im Sommer den Anfang machen. Wir nehmen das Angebot Thorsten Herdans an und werden zu den konkreten Bedürfnissen junger Unternehmen in engem Austausch bleiben.

Wie Gründer und Energieversorger die Energiewende gestalten wollen

Welchen Weg geht E.ON in der Energiewende, wie werden Startup-Innovationen gefördert? Thorsten Marquardt stellte im nächsten Slot E.ONs :agile Accelerator zur Förderung neuer Geschäftsideen vor. Lange Zeit hätten sich die Energieversorger etwas selbstgefällig zurückgezogen. Inzwischen steht die Frage im Raum, ob und wie man den Wandel hinbekommen soll. Marquardt sieht in einer fairen und konstruktiven Zusammenarbeit mit Start‑ups neue Möglichkeiten.Philipp Pausder von Thermondo

“Company Building ist brutal anspruchsvoll”. Philipp Pausder, Gründer und CEO von Thermondo, gab in seinem Talk spannende Einblicke in den Aufbau und die Entwicklung seines Startups und sprach darüber, was es braucht, um sich in seiner Branche durchzusetzen. Das Vorhaben, komplexe Handwerksdienstleistung skalierbar zu machen, gab es bisher nicht.

Das erste Network-Treffen zeigte deutlich, dass im Bereich Energie viel Diskussions- und Austauschbedarf besteht. Daher freuen wir uns, den Dialog am 23. Juni bei Microsoft in Berlin fortzuführen.

 

 

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