3D Printing Network #1 – Politik und 3D-Druck

Gestern fiel der Startschuss für unser 3D Printing Network. Im Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik  tauschten sich Startups, etablierte Unternehmen und politische Vertreter über den professionellen 3D-Druck aus Im Vordergrund standen dabei die politischen Aktivitäten rund um den 3D-Druck. sowie der Austausch mit über 100 Vertretern aus dem professionellen 3D-Druck auf dem öffentlichen 3D-Druck-Netzwerk.

Wie fördert die Politik 3D-Druck?

Zwei Vertreter des BMWi gaben zu Beginn einen Überblick über die laufenden und anstehenden Projekte des Ministeriums. Tom Ryssel vom Referat Bauwirtschaft, Ressourceneffizienz und Leichtbau des BMWi stellte mit dem Leichtbau-Atlas Deutschland ein Online-Verzeichnis von aktuell über 200 Leichtbau-Organisationen vor. Außerdem sei der Aufbau einer Geschäftsstelle Leichtbau geplant. Diese soll Unternehmen, Forschung, Politik zum Thema Leichtbau national und international Leichtbau-Aktivitätenoordinieren und die die Vernetzung und den Transfer von Best-Practice-Beispielen organisieren.

Wie das BMWi den 3D-Druck fördert, erklärte Klaus Glasmacher vom Referat Entwicklung digitaler Technologien. Er gab dazu einen Einblick in die Fördervorhaben bis 2020. Besonders spannend ist hierbei das Förderprogramm PAiCE, das 14-20 Verbundprojekte mit einem Fördervolumen von über 50 Millionen Euro umfasst. Die Vorträge von Klaus Glasmacher und Tom Ryssel zeigten, dass 3D-Druck  in den politischen Institutionen ein Querschnittsthema ist und daher viele Referate berührt.

Austausch mit über 100 Vertretern der Branche

Das erste Bitkom 3D Druck Netzwerk

Beeindruckende Kulisse: Das öffentliche 3D Network traf sich im produktionstechnischen Zentrum des Fraunhofer Instituts.

Nach der Diskussion mit den BMWi haben wir uns dem öffentlichen 3D-Druck-Netzwerk angeschlossen. Das Netzwerk ist seit über einem Jahr in Berlin aktiv und bringt verschiedenen Akteure rund um die 3D-Druck Technologie zusammen.  Mit dabei waren u.a. Local Motors mit ihrem 3D-gedruckten und autonom fahrenden Bus Olli, die FH Aachen, die einen Metall-3D-Drucker entwickeln, der nur 30.000 Euro kosten soll und das Bremer Startup Additive Works, das sich mit der Optimierung des Drucks von 3D-Metallteilen beschäftigt.Außerdem stellte das TU-Berlin Startup CellCore3D seine Softwarelösung für die Erstellung von bionischen Bauteilen mithilfe des Fused Deposition Modellings vor. Wie sich eine sichere Kommunikation in der Lieferkette von Unternehmen realisieren lässt, erläuterte anschließend  3D-Trust. Das Münchner Startups setzt dafür auf die Blockchain-Technologie.

Nächstes Network Treffen in München

Weitere Themen des 3D-Druck Netzwerks waren der Forschungsstand der TU Chemnitz im 3D-Druck von Keramik und Kupfer und die Frage, wie man lasergesinterten Drucken mit Farbe mehr Leben einhauchen kann.Die Diskussionen und Impulse des ersten Network Treffens haben deutlich gemacht, welche Bedeutung die 3D-Druck Technologie für viele Branchen und Lebensbereiche hat. Von der Produktion, über Logistik bis hin zu Bau und Mobilität wurden viele Anwenderbereiche von 3D-Druck angesprochen. Und trotz der immensen Entwicklungen der letzten Jahren, bleiben die heutigen Möglichkeiten noch weit hinter den Visionen vieler Unternehmen zurück.

Auf den nächsten Treffen des Networks wird es daher noch viel zu lernen und zu diskutieren geben. Wir freuen uns bereits, uns am 09. Mai in München zum Thema Digitale Produktion in der Mobilitäts- und Luftfahrtbranche auf dem 3D Printing Network auszutauschen.

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