Das war unser Get Started Gründerfrühstück in Hamburg

Rappelvoll wurde es gestern Morgen im Bethaus Hamburg beim Get Started Gründerfrühstück mit Hamburgs Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. Fast genau ein Jahr nach dem Gründerfrühstück mit seinem Vorgänger Olaf Scholz traf sich der neue amtierende Oberbürgermeister der Hansestadt mit uns, um die Startup-Politik seiner Regierung unter die Lupe zu nehmen. Mit ihm im Panel saßen die Gründerin des Startups FUSE-AI, Dr. Sabrina Reimers-Kipping und Marc Schmitt, Gründer des Logistik und Supply-Chain Startups Evertracker GmbH. Moderiert wurde die Veranstaltung von Spiegel-Redakteurin Ann-Kathrin Nezik.

Aus Hamburg kommen die besseren Ideen

Den Auftakt der Veranstaltung machte Urs M. Krämer, Landesprecher für Hamburg beim Bitkom. Anschließend hielt Peter Tschentscher einen kurzen Impuls, in dem er zu Beginn darauf hinwies, wie wichtig Startups und ihre kreativen Ideen für die Wirtschaft von Hamburg seien. Ohne neue Ideen von Startups wäre die wirtschaftliche Situation von Hamburg nicht so breit und gut aufgestellt, wie sie es momentan ist. Er betonte aber auch, was sich in den letzten Jahren alles für Startups in Hamburg getan habe und spielte dabei vor allem auf verschiedene Förderprogramme und Initiativen an. Im Vergleich zu Berlin könne Hamburg außerdem gut mithalten: gemessen an der Einwohnerzahl gäbe es in Hamburg genauso viele Neugründungen wie in Berlin. In einem sei Hamburg Berlin sogar voraus – die Ideen, die aus Hamburg kommen, seien erfolgreicher und hätten auf dem Markt wirklich bestand.

Startups brauchen nicht nur Kapital

Während der Diskussion gaben die beiden Gründer Sabrina und Marc dem Oberbürgermeister viele wichtige Punkte mit auf dem Weg. Als Gründerin von FUSE-AI wies Sabrina darauf hin, dass nicht alle Startups gleich seien und sie schon oft Probleme damit hatte, dass ihr Startup nicht dem stereotypischen Startup-Bild mit jungen Gründern, die gerade frisch aus der Uni kommen, entspreche. Dieses vorgefertigte Bild habe teilweise schon dazu geführt, dass ihr Startup für einen Förderprogramm abgelehnt wurde. Sie betonte, dass jedes Startup anders sei und die Politik deshalb auch auf verschiedene Bedürfnisse eingehen müsse.

Marc von Evertracker betonte wiederum, dass nicht nur Kapital der entscheidende Erfolgsfaktor für ein Startup sei, sondern vor allem auch der Zugang zu den richtigen Kontakten. Hier sehe er in Hamburg ein extremes Versäumnis, denn es fehle an Möglichkeiten, um Kunden zu finden. Falls Deutschland mit Startup-Hubs wie beispielsweise dem Silicon-Valley in den USA mithalten wolle, müsse in Zukunft stark daran gearbeitet werden, Startups mit etablierten Unternehmen zusammenzubringen.  Hamburg sei dabei insbesondere in der Logistik-Branche gut aufgestellt und habe dort noch viel Potential.

Eine spannende Diskussion mit anschließendem Networking

Peter Tschentscher ging auf die  Diskussionspunkte der beiden Gründer ein und machte deutlich, dass er und seine Regierung noch viel vorhaben, um Hamburg als Gründungsstandort noch attraktiver zu machen. Mit der Teilnahme am Gründerfrühstück zeigte er, dass ihm der Kontakt zu den Gründern wichtig ist und er ihre Anliegen ernst nimmt. Auch andersherum zeigte das rege Erscheinen der Gründerinnen und Gründer vor Ort, wie wichtig den Hamburger Startups der Kontakt zur Politik ist. Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag zum Austausch zwischen beiden leisten konnten und bedanken und nochmal ganz herzlich beim Bethaus Hamburg für die Gastfreundschaft und die tolle Location und natürlich bei allen, die mit dabei waren

 

 

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