Startups als Treiber für Smart Mobility – Get Started Gründerfrühstück mit Bundesminister Alexander Dobrindt

Nach Peter Altmaier und Hermann Gröhe begrüßten  wir heute den dritten Bundesminister zum Gespräch mit Startups im Telefónica Basecamp: Alexander Dobrindt, Minister im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), sprach mit Maxim Nohroudi, Gründer und Geschäftsführer von ally, und Corinna Visser, Chefredakteurin von Berlin Valley, über intelligente Mobilitätslösungen, die Notwendigkeit eines neuen Datenschutzes und die Datenschatzkammer des BMVI.

Nach einem kurzweiligen Bericht über seine Erfahrungen mit selbstfahrenden Autos kam Bundesminister Alexander Dobrindt gleich zur Sache: „Deutschland ist in Sachen Digitalisierung kein Entwicklungsland“ –machte der Minister in seinem Impuls zu Beginn klar. Er ist das mangelnde digitale Selbstbewusstsein im Land leid. Und er glaubt an deutsche Startups und will sich für die richtigen Bedingungen einsetzen, um junge innovative Unternehmen auch langfristig hier zu halten. Gerade in Sachen Mobilität könne und müsse Deutschland „den Ton angeben“.

Moderner Datenschutz statt Datensparsamkeit

Sein wichtigstes Ziel auf dem Weg dorthin? Ein modernisierter Datenschutz, der sich vom Grundsatz der Datensparsamkeit löse und stattdessen das vorhandene „Daten-Biotop“ nutzbar mache.  Durch den derzeitigen Stand des Datenschutzes würde „ein wesentlicher Teil der Zukunftsfähigkeit unseres Landes auf’s Spiel gesetzt“. Maxim Nohroudi betonte, dass Predicted Mobility zur Lösung von Verkehrsproblemen, wie ally sie entwickelt, ohne Datenreichtum nicht möglich sei. Neben neuen Regelungen für den Datenschutz müssten auch öffentliche Institutionen sowie möglichst auch Konzerne ihre Daten zur Verfügung stellen. Mit dem Big Data Run öffnet das BMVI Verkehrsdaten  für Startups. Dieser Hackathon kann ein Baustein auf dem Weg zu einer sinnvollen Nutzung der Daten sein. Ziel sei es, immer mehr Daten auch dauerhaft für die Gesellschaft nutzbar zu machen.

Nach mehreren Besuchen in Startups zeigte sich Dobrindt von deren Lösungen beeindruckt: Sie seien häufig schneller, eleganter, präziser und günstiger als die bisherige Planungsprozesse im eigenen Ministerium. Sein eigenes Haus könne noch viel lernen und der ein oder andere Euro sei besser in die Startup-Szene investiert als in langwierige Prozesse. Im Zweifelsfall setzt sich der Minister auch selbst für Startups ein und greift kurzerhand zum Hörer um weitere Potenziale für junge Unternehmen zu erschließen. Und um den direkten Draht ins Ministerium auch wirklich zu garantieren, forderte  er einen seiner Mitarbeiter auf, dessen E-Mail-Adresse und die direkte Durchwahl auch gleich noch ins Mikrofon zu diktieren. Sein Wunsch an die Startup-Szene in Deutschland? „Bleiben Sie hier und sprechen Sie ihre Forderungen laut aus – Politik bewegt sich nur, wenn der Druck groß ist!“

 

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