Get Started Mobility Network #3: Die mobile Infrastruktur digitalisieren

Um die Digitalisierung im Mobilitätssektor voranzutreiben, braucht es neben vernetzten Fahrzeugen, intelligenten Navigationssystemen und Elektromobilität vor allem eins: eine entsprechende Infrastruktur. Welche Innovationen hier schon auf dem Weg sind und was uns in Zukunft erwartet, wurde beim dritten Mobility Network diskutiert. Dazu trafen sich Startups, etablierte Unternehmen und weitere wichtige Player der Branche in der DB minDBox.

Zum Auftakt stellte Onno Szillis von der minDBox vor, wie die Deutsche Bahn mit Startups zusammenarbeitet. Mit dem eigenen Accelerator-Programm werden Startups gefördert, die neue Ideen im Bereich Mobility umsetzen und frischen Wind in das Mobilitätskonzept der Bahn bringen. Szillis stellte hierbei unterschiedliche Projekte vor, die aus der Kooperation zwischen Gründern und der Bahn hervorgegangen sind. Von smarten Schließfächern bis zu leuchtendem Beton, der z.B. als Wegweiser in Bahnhöfen eingesetzt werden kann.

Elektromobilität auf zwei Rädern und intelligente Parksensoren

Eins der Startups, die die DB Mindbox unterstützt hat, ist eMio. Das Berliner Startup bietet einen Sharing-Dienst für Elektroroller an. Gründer Hauke Feldvoss beschrieb, wie der Leihservice für E-Roller funktioniert und welche Anknüpfungspunkte es zwischen Bahnverkehr und Roller-Sharing gibt. So plant das Startup, vermehrt Roller an Bahnhöfen abzustellen, damit Reisende ihr Ziel bequem und umweltfreundlich erreichen können.

Auch ParkHere arbeitet daran, die Infrastruktur im Mobilitätsbereich weiter zu digitalisieren. Die Gründer aus München statten Parkplätze mit digitalen Parksensoren aus, die in Echtzeit Auskunft über die jeweilige Parkplatzsituation geben. Besonders in Großstädten, so Gründer Felix Harteneck, erleichtert ParkHere die Parkplatzsuche, indem der Sensor die Daten an Webseiten, Navigationsgeräte und Apps weiterleitet.

Die rege Diskussion zeigte, dass innovative Ideen für eine digitale Infrastruktur vor allem dann entstehen, wenn Startups und Etablierte zusammenarbeiten. Was aber auch klar wurde: Kommunen und Stadtverwaltungen sind beim Einkauf von Leistungen von Startups noch skeptisch und ihrer Arbeitsweise häufig so langsam, dass der Einsatz neuer, smarter Lösungen im öffentlichen Raum daran scheitert.

Ihr seid auch ein Mobility Startup und wollt euch mit allen wichtigen Playern der Branche vernetzen? Dann findet ihr hier alle wichtigen Infos: Get Started Mobility Network.


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