Fünf Fragen an: Kitext

Über 450 Startups sind inzwischen Mitglied bei Get Started, der Startup-Initiative des Bitkom. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Themenfeldern, arbeiten mit den innovativsten Technologien, sind erst frisch gegründet oder schon fest etabliert – aber definitiv werden sie alle von kreativen Leuten gegründet, die mit ihren spannenden Ideen etwas bewegen wollen. Wie divers die Vielfalt unserer Get Started Mitglieder ist, möchten wir euch in unserer neuen Reihe „Fünf Fragen an“ zeigen.

Los geht es mit einem Startup, das nicht nur eine raffinierte AI Technologie entwickelt hat, sondern sich damit auch noch für eine richtig gute Sache einsetzt: Kitext sorgt mit seinem Instant Messenger Privalino für die Sicherheit von Kindern im Netz. Wie das geht, was sie mit Privalino erreichen wollen und wie das Startup persönlich so drauf ist, erzählen sie in ihren Antworten:

 

Wie seid Ihr zu der Idee eures Startups gekommen und welches Problem wollt Ihr damit lösen?

Im Jahr 2017 hatten fast 50 % der Kinder im Grundschulalter ihr eigenes Smartphone. Doch sind sie im Internet sicher? Nein, denn für erfahrene Pädokriminelle ist es ein Leichtes, Kinder in Chats dazu zu bewegen, ihnen Fotos zu schicken oder Treffen zu vereinbaren.

Unsere Idee zu Privalino war zunächst vollkommen technikgetrieben. Wir wollten einerseits sehen, ob ein solcher Schutz machbar ist und andererseits mit unserem Know-How etwas Gutes bewirken. Im Laufe unserer Recherche und eigenen Erfahrungen mit Cyber-Grooming haben wir festgestellt, dass wir uns einem viel größeren Problem gegenübersehen als zunächst vermutet. Jährlich werden tausende Kinder von Pädokriminellen über die Online-Kommunikation sexuell missbraucht. Diese Cyber-Groomer gehen mit perfiden und äußerst intelligenten Methoden vor, um an Kinder heranzukommen. Als wir dies am eigenen Leib feststellen – wir gaben uns als Kinder aus und ließen uns in Online-Chats anquatschen – entstand ein innerer Drang, diesen Kriminellen die Tour zu vermasseln und Kinder vor ihnen zu schützen.

Wie funktioniert Eure Lösung für dieses Problem?

Privalino ist ein sicherer Instant Messenger für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren. Die künstliche Intelligenz von Privalino ist in der Lage, gefährliche Kommunikation zu erkennen und eine Warnung an die Eltern, Kinder und Moderatoren auszusprechen. So können gefährliche Pädokriminelle abgewehrt werden, bevor ein sexueller Missbrauch am Kind stattfinden kann.

Wo seht Ihr Euch in 3 Jahren?

In drei Jahren sollte es in Deutschland völlig normale sein, Privalino auf das erste Smartphone eines Kindes zu laden, um es wirkungsvoll vor Cyber-Grooming und anderen Gefahren zu schützen. Außerdem möchten wir unsere Technologie gerne als API anbieten und möglichst viele Chat-Betreiber aus der Social Media und Spieleindustrie dazu bewegen, ihre jüngsten Nutzer zu schützen.

Wie sieht bei Euch der perfekte Arbeitstag aus?

Am perfekten Arbeitstag braucht man keinen Kaffee, um wach zu werden. Die Energie ist im ganzen Team spürbar. Im Idealfall trifft man sich für ein kurzes Meeting im Stehen und arbeitet dann völlig reibungslos einander zu. Mittags gibt es was vom Thailänder und man kann schon auf die ersten eindrucksvollen Ergebnisse zurückblicken. Nach dem Essen arbeiten wir konzentriert und ungestört weiter an Privalino. An einem perfekten Arbeitstag muss man nicht erst zehn Werbebriefe wegwerfen, die Reisekosten gewissenhaft einreichen, eine neue Privatversicherung angedreht bekommen oder sich an Bugs die Zähne ausbeißen. So ein Tag endet stattdessen zeitig und mit einem Feierabendbier, bevor es nach Hause geht.

Habt Ihr Vorbilder, die Euch motivieren?

Bei uns hängt kein Bild von Elon Musk oder Steve Jobs im Büro. Tatsächlich schauen wir uns punktuell immer wieder etwas von beeindruckenden Leuten ab. Dabei suchen wir uns allerdings Menschen aus, die wir selbst kennen und wo wir nachvollziehen können, ob alles nur Show oder echt ist. Vorbilder sind für uns zum Beispiele einige unserer Mitstreiter der Kultur- und Kreativpiloten oder befreundete Gründer aus Darmstädter Gefilden. Als Jungunternehmer trifft man eine ganze Menge Menschen und findet immer wieder inspirierende Köpfe darunter.

 

 

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