Die Startup Politik Berlins – Get Started Gründerfrühstück mit Ramona Pop

Im gut besuchten Telefónica BASECAMP fand heute Morgen unser Gründerfrühstück mit Ramona Pop statt. Nachdem wir bereits mit Hermann Gröhe, Peter Altmaier und Alexander Dobrindt über die Startup Politik der Bundesregierung diskutiert haben, ging es dieses Mal auf landespolitischer Ebene um das Thema Startups.

Welche Rolle spielen Startups für die Berliner Wirtschaft, welche Hürden gibt es für Gründer und wie kann die Politik da unterstützen? Über diese und viele weitere Fragen diskutierte die Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe mit dem Gründer von Elinvar, Chris Bartz. Moderiert wurde die Diskussion von Maxim Nohroudi, Bitkom-Landessprecher in Berlin und Gründer von Door2Door.

Startups als Querschnittsthema der Berliner LandespolitikGet Started Gründerfrühstück mit Ramona Pop

Zum Auftakt gab Ramona Pop einen Überblick über die Vorhaben des neuen Berliner Senats in Sachen Startups und Digitalisierung. So soll zum Beispiel eine Digitalagentur in Berlin geschaffen werden, die Berliner Unternehmen in allen Phasen der digitalen Transformation unterstützt. Dabei soll ein Fokus auf der Zusammenarbeit von Startups und etablierten Unternehmen liegen. Startups, so die Berliner Wirtschaftssenatorin, werden als Querschnittsthema in der gesamten Landespolitik verankert. So kann sichergestellt werden, dass die Berliner Wirtschaft auch in Zukunft  innovativ und erfolgreich ist.

In der anschließenden Diskussionsrunde waren es vor allem zwei Themen, die für viel Diskussionsstoff sorgten: Die Willkommenskultur in Berlin und die Vergabe von öffentlichen Aufträgen an Startups.  Chris Bartz, der selbst 20 Mitarbeiter aus 7 verschiedenen Nationen beschäftigt, machte deutlich, vor welchen Problemen ausländischen Mitarbeiter in Berlin oft stehen – von zahlreichen Behördengängen bis zur Wohnungssuche.  Englisch als zweite Amtssprache in der Verwaltung, so Bartz, wäre deshalb ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Senatorin nahm den Vorschlag auf und kündigte an, die Digitalisierung der Berliner Behörden weiter voranzutreiben.

GSGF mit Ramona PopEinkauf statt Vergabe

Auch bei dem Thema öffentliche Vergabe hapert es noch. In Deutschland haben Startups kaum Kunden aus der öffentlichen Hand, was unter anderem an den Rahmenbedingungen der Vergabeverfahren liegt. So werden bei der öffentlichen Vergabe von Aufträgen in der Regel nur Unternehmen berücksichtigt, die drei bis fünf Jahre Erfahrung in einem bestimmten Bereich mitbringen – etwas, das junge Wachstumsunternehmen nicht vorweisen können. Als Alternative sieht Chris Bartz hier die Möglichkeit, innovative Produkte von Startups direkt einzukaufen, die dabei helfen können, die Digitalisierung im öffentlichen Raum weiter nach vorne zu bringen.

Die Berliner Politik hat das Potenzial der Gründerszene erkannt – davon konnten sich die rund 150 Teilnehmer heute ein Bild machen. Es gibt aber auch noch viele Baustellen, an denen der Senat anpacken kann, um Berliner Gründer besser zu unterstützen. Das zeigte nicht nur die Podiumsdiskussion, sondern auch die vielen Fragen und Anregungen aus dem Publikum im Nachgang.


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