Auftakt zum Get Started Mobility Network

Gestern fiel der Startschuss für das Get Started Mobility Network: 35 Teilnehmer aus Startups, großen Unternehmen und Zulieferern kamen in die Räume von HERE, um Trends und Herausforderungen im Bereich der Mobilität zu diskutieren.

Die Get Started Networks haben das Ziel, Startups, etablierten Unternehmen und Politik eine Plattform zu bieten, um auf Augenhöhe die Handlungsspielräume neuer Technologien auszuloten und die jeweiligen Rahmenbedingungen zu diskutieren. Bereits im letzten Jahr startete sehr erfolgreich das Get Started Health Network, in diesem Jahr folgen weitere Networks.

Den Anfang unseres gestrigen Treffens zur Mobility machte Michael Bültmann, Geschäftsführer von HERE. Er erläuterte die Funktionalitäten der Plattform und die Rolle der Übernahme durch AUDI AG, BMW Group and Daimler AG – und betonte dabei die Wichtigkeit des offenen Konsortiums, das ermögliche, weitere Partner in das Konsortium aufzunehmen und als Plattform auch mit anderen Automobilherstellern zu arbeiten. Seine Thesen für die deutsche Startup-Szene: Vom Silicon Valley solle man lernen, aber nicht versuchen es zu kopieren, für gute Ideen gebe es aus seiner Sicht trotz vieler Hürden immer genug Geld und nicht zuletzt müsse das deutsche Bildungssystem Entrepreneurship konsequent in den Lehrplan aufnehmen.

Als Vertreterin der Politik durften wir Sabine Dannelke, Referatsleiterin für Telematik im Verkehr, PRS-Behörde und Geo-Koordinierungsstelle im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) begrüßen. Sie beschrieb die Bemühungen des Ministeriums im Bereich Open Data und gab einen Überblick über Förderinstrumente des Ministeriums für Startups aus dem Bereich Mobility, aber auch Data, wie den Data-Run des BMVI sowie den Modernitätsfonds des Ministeriums.

Die beiden letzteren Impulsvorträge gaben zwei weitere Branchenvertreter: Ghazaleh Koohestanian, Gründerin und CEO des Startups re2you teilte ihre Erfahrungen als Tech-Gründerin und erklärte, wie ihre Lösung für OEMs einsetzbar ist. Dr. Jan Wergin, Director Opel Community Carsharing bei Opel sprach über Carsharing als Trend und die Opel-Lösung Car Unity. Er betonte die Relevanz von Startups und einer generellen Offenheit gegenüber ganz neuen Mobilitätslösungen für große Konzerne wie Opel.

Die Diskussionen nach den Vorträgen zeigten deutlich: Es gibt einen Haufen guter Ideen im Mobilitätssektor in Deutschland – jedoch bemängelten sowohl Startup- als auch Konzernvertreter, dass der Rechtsrahmen in Deutschland, insbesondere im Bereich Datenschutz, die Entwicklung verlangsame. Einem hohen Datenschutzniveau fühlten sich alle Anwesenden verpflichtet – dieses dürfe jedoch nicht dazu führen, dass man so ausgebremst werde, dass nicht-europäische Player den heimischen Marktteilnehmern zuvorkommen und den Markt mit ihren Lösungen besetzen.

Wir freuen uns, die Diskussion in den nächsten Monaten weiterzuführen und zu vertiefen – das nächste Treffen ist für den 10. Mai 2016 geplant.

Ihr seid interessiert das nächste Mal dabei zu sein? Dann schreibt gern eine Mail an Lucie.

 

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